Sanddorn-Kokos-Donuts

Wer hier schon länger mitliest, der weiß, dass es für mich unvorstellbar wäre, immer mit den gleichen Zutaten zu backen und dass ich das Experimentieren mit Geschmacksrichtungen und Texturen unglaublich liebe. Ich staune selbst immer wieder, wie viele neue vorzüglichen Dinge meinen Weg kreuzen. Wohl wissend, dass das niemals enden wird, bin ich auch richtig froh über das ewige Entdecken und Lernen. Meine Güte, was hätte ich sonst bisher alles verpasst?! Ein wunderbares Beispiel dafür ist dieses Rezept, das ich ursprünglich eigentlich mit einer ganz anderen fruchtigen Komponente backen wollte. Aber dann weckte der Sanddorn meine Aufmerksamkeit und ich war sofort Feuer und Flamme. Zwar hatte ich vor längerer Zeit mit Sanddornsaft schon mal einen Kuchen gebacken, an dessen genaue Zusammensetzung kann ich mich aber gar nicht mehr erinnern. Grund genug, die tolle Frucht wieder ins Spiel zu bringen, die auf mehreren Ebenen punktet: hoher Gehalt an Vitamin C, Antioxidantien und ungesättigten Fettsäuren sowie ein ganz besonderer Geschmack. Die lange Wartezeit, bis Sanddorn erstmalig von den Sträuchern geerntet werden kann, und die schwierigen Erntebedingungen machen ihn zu einem teuren und sicher nicht alltäglichen Rohstoff. Egal, denn für meine Donuts ging er mir nicht mehr aus dem Kopf. Und so kam er dafür gleich in zweifacher Form – flüssig sowie (und so war er neu für mich) getrocknet und pulverisiert – zum Einsatz.

Mit Sanddorn backen macht richtig Laune, denn er färbt alles sonnig gelb – genau richtig also bei trübem Winterwetter. Weil es schöner aussieht und auch geschmacklich das i-Tüpfelchen ist, habe ich die gebackenen Donuts mit einem Guss versehen und, passend zur Adventszeit, mit kleinen Sternen verziert. Wem das zu viel Arbeit ist, kann die Dekoration natürlich auf ein Minimum beschränken und die Gebäckkringel auch nur mit Puderzucker bestäuben. Ein Touch Süße sollte aber auf jeden Fall noch sein, da Sanddorn von Natur aus recht säuerlich ist.

Jetzt aber erst mal ran an die Donutform und viel Freude beim Backen. 🙂

 

Sanddorn-Kokos-Donuts

Vegane Sanddorn-Kokos-Donuts (für eine Donutform, ergibt 6 Stück)

Zutaten

Für die Donuts

  • 120 g Dinkelmehl (Typ 700)
  • 25 g Kokosmehl
  • 20 g Kokosraspel
  • 70 g feiner Rohrohrzucker, alternativ: Birkenzucker
  • 1,5 TL Weinsteinbackpulver
  • ½ TL Vanille, gemahlen
  • 1 TL Orangenschale, fein gerieben
  • 1 Prise Salz
  • 10 g Öl, geschmacksneutral
  • 100 g Kokosmilch (vollfett)
  • 90 g Sanddornsaft

Für die Dekoration

  • 60-80 g weiße Schokolade (siehe Variante unten)
  • ½ -1 TL Sanddornpulver (siehe Tipp unten)
  • 1-2 EL Kokosraspel
  • gelbe Zuckersterne (optional)

 

Sanddorn-Kokos-Donuts

Zubereitung

Die Mehle mit Kokosraspeln, Zucker, Backpulver, Vanille, Orangenschale und Salz in einer Schüssel vermischen. Öl, Kokosmilch und Sanddornsaft in einer separaten Schüssel miteinander verrühren. Dann diese flüssige Masse zu den trockenen Zutaten geben und verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Diesen in die gefetteten Mulden der Donutform füllen und glatt streichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad 18-20 Minuten backen. Leicht abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

Für die Dekoration die Kokosraspel in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten bis sie leicht gebräunt sind, dann abkühlen lassen.

Die Schokolade in einer kleinen Schüssel über dem heißen Wasserbad vorsichtig schmelzen lassen. Die Donuts mit einem Teil der flüssigen Schokolade verzieren (das funktioniert am besten, indem man diese mit einem kleinen Löffel über die Donuts träufelt) und antrocknen lassen. In den übrigen Teil der Schokolade das Sanddornpulver unterrühren und in eine kleine Spitztüte füllen (z.B. selbst gefaltet aus Backpapier oder ein Plastik-Spritzbeutel). Dann die Donuts nach Lust und Laune mit der eingefärbten Schokolade verzieren. Alternativ kann die gesamte geschmolzene Schokolade mit Sanddornpulver verrührt werden, um die Donuts damit zu verzieren.

Mit Kokosraspeln und Zuckersternen bestreuen. Die Schokolade komplett trocknen lassen. Dann am besten frisch genießen.

 

Sanddorn-Kokos-Donuts

 

  • VARIANTE: Natürlich kann man die weiße Schokolade auch selbst herstellen. Grundrezept: 50 g Kakaobutter, 30 g weißes Mandelmus, 40 g Reissirup und ½ TL gemahlene Vanille in eine kleine Schüssel geben und über dem heißen Wasserbad unter ständigem Rühren vorsichtig schmelzen lassen.
  • TIPP: Das Sanddornpulver habe ich über SUPERGOODFRUITS bezogen. Ich bin auf diesen Shop vor kurzem zufällig gestoßen und war von den Produkten aus regionalem und nachhaltigem Anbau sofort sehr angetan. Selten wurde eine meiner online-Bestellungen übrigens so freundlich abgewickelt – wo bekommt man heute noch eine handgeschriebene Postkarte beigelegt? 😉

 

7 Kommentare

  1. 3. Dezember 2016 Krisi von Excusemebut...

    Hihi, lustigerweise hatte ich heute Sanddornsaft beim Einkaufen in der Hand und war kurz davor ihn mitzunehmen, habe ihn dann aber doch stehen lassen. Das nächste mal muss er dann doch in den Einkaufswagen, die Donuts klingen köstlich=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    1. 4. Dezember 2016 B.B.'s Bakery

      Liebe Krisi,
      hihi, da war wohl schon eine gewissen Vorahnung im Spiel. Ich bin gespannt, was Du damit zauberst, wenn Du den Saft beim nächsten Mal tatsächlich mitnimmst. Sanddorn harmoniert auch mit Nougat total gut und ganz sicher gibt es noch viele weitere Kombis, auf die wir erst noch kommen müssen. 🙂
      Süße Grüße
      Brigitte

  2. 14. Dezember 2016 Kirschbiene

    Huhu Brigitte,
    ich weiß gar nicht wieso, aber ich habe genau jetzt Lust auf so einen zauberhaften Donut. Liegt vielleicht daran, dass ein Mittagstief naht oder auch einfach daran, dass du deine Backwerke immer so herrlich verzierst und dekorierst. Die sehen im wahrsten Sinne des Wortes einfach immer zum Anbeißen aus!
    Letzten Endes lande ich bei deinen Rezepten übrigens immer wieder bei den Kastanienmuffins ;-). Das ist ungelogen eines meiner Lieblingsrezepte von dir, obwohl die Muffins auf den ersten Blick gar nicht so spektakulär wirken. Aber wie sie schmecken!
    Liebe Grüße
    Bianca

    1. 14. Dezember 2016 B.B.'s Bakery

      Huhu zurück, liebe Bianca,
      ach, das freut mich aber jetzt wieder mal so sehr – Deine Kommentare sind immer ein Fest, danke Dir! Die Donuts sind schon richtig weit in die Ferne gerückt, aber wenn ich mich erinnere, wie köstlich sie schmecken, dann wünsche ich mir sofort auch einen (oder auch zwei) auf meinen Teller.
      Ja, die Kastanienmuffins…, ich weiß, dass sie Deine Lieblinge sind. Mal sehen, ob sie irgendwann durch irgendein Rezept getoppt werden können, hihi.
      Süße Grüße
      Brigitte

      1. 16. Dezember 2016 Kirschbiene

        Wenn die Donuts so köstlich schmecken, wie du schreibst, wünsche ich mir jetzt auch einen (oder zwei) auf den Teller ;-). Ich kann mir gut vorstellen, dass sie bei dir schon in die Ferne gerückt sind, da bei dir die neuen Rezepte ja regelrecht Schlange stehen. Backst du manches eigentlich auch mehrmals? Ich könnte mir vorstellen, dass das schwerfällt, bei der Auswahl … Ich probiere auch gern Neues aus (Bloggerkrankheit??), doch meine Lieblinge muss ich wieder und wieder backen – so wie deine Kastanienmuffins, die mal wieder an der Reihe wären ;-).
        Liebe Grüße
        Bianca

        1. 16. Dezember 2016 B.B.'s Bakery

          Mehrmaliges Wiederholen kommt bei mir tatsächlich etwas zu kurz und 1:1 mache ich Rezepte sehr selten öfters – zumindest eine kleine Abwandlung ist immer dabei. Aber es gibt natürlich so Dauer-Lieblinge, die immer auf dem Programm stehen, dazu gehören Käsekuchen, Bananen-Dattel-Kuchen und Deine rohen Buchweizen-Schnitten (ja, in die bin ich sooo verliebt). Ach, manchmal wünschte ich, ich könnte mehr Kuchen essen. 🙂
          Süße Grüße
          Brigitte

          1. 20. Dezember 2016 Kirschbiene

            Das habe ich mir schon gedacht, dass du kaum dazu kommst, Rezepte 1:1 zu wiederholen :-). Bei mir gibt es einige Rezepte, die ich wieder und wieder backe. Dann denke ich manchmal, dass das fast schade ist, weil es da draußen ja noch sooo viele Rezepte gibt, die darauf warten, ausprobiert zu werden. Aber ich bin ein totales Gewohnheitstier und liebe es, auf Bewährtes und Beliebtes zurückzugreifen (wie deine Kastanienmuffins zum Beispiel). Und dann wieder bekomme ich einen Rappel und muss experimentieren ;-). Es ist übrigens eine totale Ehre, dass es meine Buchweizenschnitten geschafft haben, dich zur Wiederholungstäterin zu machen. Freue mich :-)!!
            Liebe Grüße
            Bianca

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