Schokowaffeln

Kaum zu glauben, ich habe es geschafft, ein Rezept zu kreieren, dessen Namen nur aus einem Wort besteht. Eigentlich gäbe es genug Attribute und Zutaten, die es genauer beschreiben würden, aber keines bzw. keine wollte ich letztlich im Titel haben. Also gibt es heute Schokowaffeln – so einfach und schlicht. Ich liebe Waffeln, seit ich denken kann. Kein Gebäck kann die Küche schneller mit so einem herrlichen Duft durchströmen, keines ist schneller aus dem Hut gezaubert und kann spontanen Kuchenhunger besser stillen. Und so hole ich mein Waffeleisen sehr oft völlig ungeplant aus dem Schrank, mixe Zutaten zusammen ohne abzumessen und los geht die kunterbunte Waffelparty.

Waffeln sieht man ja nicht wirklich an, was alles in ihnen steckt. Am Ende sind sie halt eckig oder herzförmig und tragen die Struktur, die ihnen das Waffeleisen gegeben hat. Und auch wenn ich die unkomplizierten Teige sehr schätze, so wurde die Zutatenliste heute etwas länger, denn ich wollte verschiedene Mehle miteinander kombinieren, um richtige Top-Waffeln zu bekommen – sowohl geschmacklich als auch vom Nährstoffgehalt her. Und fluffig sollten sie sein. Deshalb kam die Wunderwaffe Aquafaba zum Einsatz, das den Teig richtig locker-leicht macht  (mich fasziniert noch immer, wie sich dieses schnöde Einweichwasser in schneeweiße Wolken verwandelt, wenn man es nur lange genug aufschlägt). Das war es dann aber auch schon mit dem Schnick-Schnack. Der Rest ist herrlich einfach – wie man es vom Waffelbacken eben gewohnt ist. Und wie Ihr die leckeren Teilchen genießt, macht Ihr am besten von Lust und Laune abhängig, oder davon, was Ihr sonst noch zu Hause habt. Ich kombiniere sie gerne mit frischen oder eingekochte Früchten, Schlagcreme, Vanillesoße oder Staubzucker. Deshalb süße ich den Teig auch nicht so stark, damit noch Luft nach oben ist. 🙂 Und jetzt kann’s endlich losgehen.

 

Schokowaffeln

Vegane Schokowaffeln (für ein Waffeleisen, ergibt 6 runde Waffeln)

Zutaten

  • 1 Glas Kichererbsen (350 g – gebraucht werden 35 g Aquafaba/Kichererbsenwasser)
  • ½ TL Johannisbrotkernmehl
  • 3-4 Tropfen Zitronensaft
  • 150 g Vollkorn-Dinkelmehl
  • 90 g Hirsemehl
  • 35 g Süßlupinenmehl
  • 1 gehäufter TL Weinsteinbackpulver
  • 80 g Birkenzucker, alternativ: feiner Rohrohrzucker
  • 20 g Kakao
  • ½ TL Vanille, gemahlen
  • ½ TL Zimt, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Soja-, Hafer-, oder Mandelmilch
  • 150 ml Wasser
  • 45 g Soja-, oder Lupinen-Joghurt (natur)
  • 20 g Öl, geschmacksneutral

 Für die Dekoration

  • Staubzucker (ggf. aus Birkenzucker), Kompott oder frische Früchte, Kokos-oder Schlagcreme

 

Schokwaffeln

Zubereitung

Kichererbsen abgießen und Einweichwasser auffangen. Davon 35 g g abmessen, zusammen mit Johannisbrotkernmehl und Zitronensaft in eine Schüssel geben und mit einem Handrührgerät auf höchster Stufe mindestens 5 Minuten aufschlagen, bis die Masse weiß und fest ist.
Mehle mit Backpulver, Zucker, Kakao, Vanille, Zimt und Salz in einer Schüssel vermengen. In einer separaten Schüssel Milch, Wasser, Joghurt und Öl glatt rühren. Die trockenen und feuchten Zutaten zusammengeben und so lange verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist.
Zuletzt den Kicherschnee mit einem Schneebesen vorsichtig unter den Teig heben.
Davon jeweils 2–3 EL Teig in das vorgeheizte Waffeleisen geben und Waffeln ausbacken. Diese auf einem Kuchengitter auskühlen lassen, damit sie nicht matschig und feucht werden oder direkt aus dem Eisen warm genießen.
Nach Lust und Laune mit Kompott, Sahne oder Staubzucker kombinieren.

 

Schokowaffeln

 

 

2 Kommentare

  1. 22. April 2017 Krisi von Excusemebut...

    mhh die sehen wirklich toll aus. Ich habe bisher erst 1 Mal vegane Waffeln gebacken und die waren nicht wirklich toll, irgendwie trocken und fest, seither habe ich die Finger davon gelassen. Die Idee Aquafaba dazuzugeben ist super, das würde ja das Problem beheben. Ein super Rezept!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    1. 23. April 2017 B.B.'s Bakery

      Vielen Dank, liebe Krisi! Freut mich sehr, dass Dir meine Waffeln so gut gefallen. So manches Gerät, das man sich zulegt, erweist sich ja irgendwann als überflüssig, aber mein Waffeleisen möchte ich echt nicht mehr missen. Nach meiner Erfahrung hängt das Gelingen von eigentlich allen Rezepten auch von diesem ab, weil Hitzeverteilung und Beschichtung total wichtig sind.
      Ich hoffe, Du startest mal wieder einen Backversuch. 🙂
      Süße Grüße
      Brigitte

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