Triple-Citrus-Pudding

Blogs, die süße Kreationen präsentieren, haben es nach Weihnachten nicht gerade leicht. Diejenigen Naschkatzen, die gerne backen, haben sich wochenlang mit Plätzchen verausgabt und jene, die diese vor allem gerne essen, wollen nach dem Festtags-Geschlemme nun den Gürtel, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder enger schnallen. Permanent stolpere ich über die Wörter abnehmen, detox und entschlacken und so habe ich tatsächlich ernsthaft überlegt, eine Pause bei der Veröffentlichung neuer Rezepte einzulegen. Das würde aber gar nicht zu mir passen, denn zum einen habe ich an Weihnachten noch nie über die Stränge geschlagen, so dass ich mich danach im Verzicht üben müsste. Zum anderen lautet einer meiner Neujahrswünsche (wie auch schon für 2016), dass ich ganz, ganz viel backen und ausprobieren möchte – keine Chance also für ein zwanghaftes Aussetzen. Nichtsdestotrotz bin ich ja kompromissbereit und präsentiere heute deshalb keine üppige Torte, sondern ein fruchtig-frisches Dessert, das ganz ohne Teig auskommt. Außerdem ist es ohne industriellen Zucker und glutenfrei.

Zu meiner eigenen Freude vereint es so vieles, auf das ich total abfahre. Orangen habe ich – schon alleine als Backzutat – ohnehin oft auf Vorrat zu Hause, aber Blutorangen und Pomelos können sie nun wirklich nicht toppen. Deren erfrischende Mischung aus Süße und Säure ist echt ein Traum. Und weil ich nicht nur einfach ein Frucht-Dessert haben wollte, habe ich mir noch eine cremige Komponente überlegt, die ich wirklich in rauen Mengen pur löffeln könnte und die, wie sollte es thematisch anders sein – ebenso eine Zitrusfrucht enthält.

Bei so vielen guten Zutaten und einer ordentlichen Ladung Vitamin C steht dem Naschen im neuen Jahr doch wirklich nichts mehr im Wege! 🙂

Triple-Zitrus-Pudding

 

Veganer Triple-Zitrus-Pudding mit Limetten-Cheesecake-Creme (für Dessertgläser, ergibt 4 Portionen)

Zutaten

Für die Lemon-Cheesecake-Creme

  • 50 g Cashewkerne
  • 200 g Soja-Joghurt (natur), abgetropft
    (Ausgangsbasis ca. 300 g Joghurt), alternativ: Lupinen-Joghurt
  • 25 g Limettensaft
  • Schalenabrieb einer Limette
  • ¼ TL Vanille, gemahlen
  • 70 g Reissirup
  • ¼ TL Agar-Agar
  • 20 g Kakaobutter

Für den Triple-Citrus-Pudding

  • 400 g Blutorangensaft (frisch gepresst aus ca. 4 Früchten, alternativ: Direktsaft)
  • 2-3 EL Birkenzucker, alternativ: feiner Rohrohrzucker (je nach Säure der Früchte)
  • 30 g Vanille-Puddingpulver
  • 1 Mandarine
  • ½ Blutorange
  • ¼ Pomelo

Für die Dekoration

  • frische Minzblättchen
  • einige Stücke frische Zitrusfrüchte, z.B. filetierte Blutorangen, Mandarinen o.ä.

 

Triple-Zitrus-Pudding

Zubereitung

Am Vortag: Joghurt in ein ausgelegtes Sieb füllen und im Kühlschrank abtropfen lassen.

Vorab: Cashewkerne für die Cheesecake-Creme in ein Gefäß geben und mindestens 4 Stunden in Wasser einweichen.

Cashewkerne abgießen und mit Joghurt, Limettensaft, Schalenabrieb, Vanille und Reissirup im Mixer fein pürieren. Anschließend mit Agar-Agar in einem kleinen Topf glatt rühren, unter Rühren erhitzen und 1-2 Minuten köcheln lassen. Dabei stetig rühren. Die Kakaobutter in einer kleinen Schüssel über einem heißen Wasserbad vorsichtig schmelzen lassen. Anschließend unter die noch heiße Creme mischen. Diese 3-4 Stunden in den Kühlschrank stellen bis sie ganz fest ist.

Für den Pudding den Blutorangensaft mit Puddingpulver und Zucker (nach Säure der Früchte dosieren) in einen Topf geben, glatt rühren und unter stetigem Rühren zum Kochen bringen, bis die Masse eindickt.

Mandarine, Blutorange und Pomelo schälen. Die Blutorange filetieren (d.h. Schale und weiße Häutchen komplett entfernen) bzw. in dekorative Scheiben schneiden und die Mandarine sowie Pomelo, nach dem kompletten Entfernen der weißen Haut, in kleine Stücke schneiden. Die Fruchtstücke vorsichtig unter den Pudding heben, diesen anschließend in die Dessertgläser füllen und kalt stellen.

Kurz vor dem Servieren die Limetten-Creme in einen Dressiersack füllen und dekorativ auf den Pudding spritzen.

Mit Minzblättchen und frischen Fruchtstückchen dekorieren, servieren und genießen.

 

Zitrusfrüchte

 

  • VARIANTE: Die Zitrusfrüchte können natürlich perfekt nach Lust und Laune gegeneinander ausgetauscht werden. Wer es weniger sauer mag, verwendet für den Pudding Orangen- oder Mandarinensaft. Statt Pomelo schmeckt auch pinke Grapefruit.

 

4 Kommentare

  1. 7. Januar 2017 Krisi von Excusemebut...

    Wow das klingt wirklich lecker, und sieht wunderschön aus!Tolle Bilder! Ich wäre nie auf die Idee gekommen aus Orangen ein Pudding zu machen, ein tolle Idee! Und dann mit der Cheesecake – Creme, wie herrlich. Wie gerne hätte ich jetzt ein Gläschen davon…Gut das du keine Blogpause eingelegt hast, wäre wirklich schade gewesen=)
    Liebe Grüsse,
    krisi

    1. 8. Januar 2017 B.B.'s Bakery

      Liebe Krisi,

      vielen herzlichen Dank für Deinen super lieben Kommentar und die vielen Komplimente. Es freut mich sehr, dass Dir das Dessert so gut gefällt. Pudding aus Saft kochen, klappt ganz hervorragend und ich mache das auch öfters, wenn ich Cremes oder Füllungen für Kuchen bzw. Torten mache. Und hier ist das Zusammenspiel von verschiedenen Texturen (also Pudding und Creme) einfach super und Zitrusfrüchte, insbesondere Blutorangen, sind ja ohnehin ein Traum. 🙂
      Süße Grüße
      Brigitte

  2. 24. April 2017 Diana

    Liebe Brigitte, das sieht wahnsinnig gut aus. Die tolle Farbe, die schönen Bilder…und dann noch ein Rezept, dass ich als nicht Veganer nachkochen kann ohne groß einkaufen gehen zu müssen. Das finde ich einfach super.
    LG, Diana

    1. 24. April 2017 B.B.'s Bakery

      Liebe Diana,
      oh, das freut mich total – danke für Dein liebes Feedback! Mir ist immer klar, dass etliche Zutaten wohl standardmäßig nur in einem veganen Haushalt zu finden sind – umso toller, wenn Du alle zu Hause hast.
      Viel Spaß beim Ausprobieren und süße Grüße
      Brigitte

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