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Making of: Der Weg zu meinem Buch „Vegane Backträume“

„Haben Sie Lust, sich auf das Abenteuer Buch einzulassen?“ Als ich diesen letzten Satz der ersten Nachricht des Löwenzahn Verlags vor Augen hatte, war ich sprachlos und musste mir einen festen Untergrund zum Sitzen suchen. Warum gerade ich? Kann ich so etwas schaffen? und noch viele weitere Fragen dieser Art breiteten sich blitzartig in meinem Kopf aus. Voller freudiger Aufregung rief ich erst einmal meine Familie an, um sicher zu gehen, dass ich mich tatsächlich noch auf dem Planeten Erde befand. Das ist nun rund zehn Monate her. Heute halte ich dieses Abenteuer in gedruckter Form in meinen Händen und bin stolz, glücklich und dankbar zugleich.

Aber nun zurück auf Anfang: Nach einem Treffen mit Anita Winkler, die Produktionsleiterin des Verlags, in Wien, reiste ich nach Innsbruck, um die Menschen hinter der Buchproduktion kennenzulernen und sämtliche Details für mein Werk zu besprechen. Von Anfang an war klar, dass wir uns sehr gut verstehen und auf einer Welle schwimmen. Dass ich mit dem auserkorenen Fotografen Michael Eckstein gewisse Gemeinsamkeiten hinsichtlich Sprache und Herkunft habe, passte dann schließlich auch noch wie das Tüpfelchen auf dem „i“. Nachdem die Grundlagen geklärt waren, hieß es backen, ausprobieren und nochmals backen, bis eine Liste mit Rezepten fertig war, die ich mir für das Buch vorstellen konnte. Nicht weniger wichtig als das Gebäck selbst, waren die Überlegungen zum Thema „anrichten und präsentieren“ und so hielt ich permanent Ausschau nach schönen Tellern, Schalen und neckischen Accessoires. Dabei hatte ich den Wunsch, möglichst viel aus dem heimischen Bestand zu verwenden bzw. zu recyceln.

Ende Mai machten wir dann die ersten Fotos und was eigentlich „zur Probe“ gedacht war, entpuppte sich am Ende des Tages als äußerst zufriedenstellendes Ergebnis. Wir beschlossen, die Anzahl der Backwerke zu halbieren, in zwei Runden zu fotografieren und so fand einen Monat später das erste eigentliche Shooting statt: Das hieß in zweieinhalb Tagen über 20 verschiedene Backwerke, die hergestellt und entsprechend in Szene gesetzt werden mussten. Es war noch stockdunkel, als ich aufstand und den Backofen anwarf. Stück für Stück arbeitete ich meine to do-Liste ab und bis Michael eintraf, bog sich der Tisch bereits unter den verschiedensten Leckereien. Die Örtlichkeit fürs Fotografieren hätte kaum besser sein können: Wir konnten zwischen Küche, üppigen Garten-Szenerien und einem zum Fotostudio umfunktionierten Wintergarten wählen, wo wir auch das gesamte Deko-Material gestapelten hatten. Bevor der Auslöser betätigt wurde, suchten Michael und ich für jedes Bild das passende Zubehör und es zeigte sich schnell, dass wir uns perfekt ergänzten. Während ich die Komponenten „blumig, bunt und funky“ abdeckte, brachte Michael zielsicher die nötige Farbharmonie ins Spiel. Letztlich gibt es zu jedem Kuchenteller oder Stück Stoff, zu jeder Gabel oder Blüte, die auf den fertigen Fotos zu sehen ist, eine kleine Geschichte. Manch ein Foto entstand schnell, für andere bauten wir etliche Male um, bis wir zufrieden waren. So verging Stunde um Stunde und ehe ich mich versah, war das erste Shooting vorüber und das zweite stand schon vor der Tür. Inzwischen war das Außenthermometer, jahreszeitlich bedingt, auf über 30 Grad geklettert und ich musste beim Anrichten von Sahnetörtchen und Co echt schnell sein. Es waren sehr lange und arbeitsintensive Tage, aber als das letzte Motiv im Kasten war, wusste ich, dass manche Momente im Leben einfach unersetzbar sind.

Nach den Fotoshootings machte ich mich intensiv ans Niederschreiben der Rezepte und der allgemeinen Seiten für das Buch – dabei stand mir Petra Möderle, Lektorin des Löwenzahn Verlags, mit Rat und Tat zur Seite. Nach der Abgabe des Manuskripts und den üblichen Korrekturphasen gab es für mich schließlich nichts mehr zu tun als abzuwarten. Da ich von Haus aus sehr ungeduldig bin, war das wahrlich nicht ganz einfach. Aber ich habe die Zeit überstanden und nun ist der Tag gekommen, an dem ich mein fertiges Buch von der Post abgeholt, ausgepackt und vor mir liegen habe. Diese Beschreibung über seine Entstehung ist nur ein kurzer Abriss über eine unglaublich schöne und lehrreiche Zeit, aus der ich ganz viel mitnehme und dazu gehört:

  • Der Sommer wurde mit all seiner Fülle an Farben, Blüten und Früchten nochmals ein bisschen mehr zu meiner liebsten Jahreszeit
  • Ich habe selten so viel am Stück gelacht
  • An einem extrem heißen Julitag ist das Pflücken von Beeren für den selbst gebackenen Kuchen im Morgengrauen ein magischer Moment
  • Veganes Gebäck macht mich immer glücklich

 

Und nun, am Ende dieses Projekts kann ich nur noch sagen: Ich danke dem Löwenzahn Verlag und meiner Familie für alles, was ich in den letzten Monaten erfahren durfte!

4 Kommentare

  • Silke (alias wuerzsilie)

    Wow Gita, endlich gibts das Backbuch von dir. Wie haben wir uns danach gesehnt 🙂
    Ich habs gleich bestellt und bin schon quietsch-neugierig.
    Dank des Making offs wirds noch aufregender. Ich kann fast ein bisschen mitfühlen, wie es dir ging.
    Herzlichen Grlückwunsch!
    … übrigens auch zu eurem Gemeinschaftswerk: „Ab heute vegan“, das ich auch schon weiterverliehen habe.
    Ich werds weitersagen …
    Liebste Grüße wiedermal
    Silke

  • Gleixner Karin

    … und es ist grandios geworden. Tolle Rezepte, phantastische Bilder, wertvolle Grundinformationen und toll zum Verschenken auch an Nicht-Veganer (der Einstieg gelingt damit bestimmt). Herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Werk, für mich das „best of“ unter allen veganen Backbüchern, die ich bisher gelesen habe. Das Fieber geht weiter: ich werde mich „durchbacken“ durch dieses vegane Werk mit so viel Herzblut :-). Liebe Grüße Karin Gleixner

  • Helmut

    Hallo Brigitte,
    ich habe die „vegangen Backträume“ im Internet entdeckt und konnte es heute im Buchhandel abholen. Schenke es meiner Tochter, die gerade das vegane Kochen und Backen für sich entdeckt.
    Gratuliere dir zu dem tollen Buch und wünsche weiterhin viel Erfolg mit den Backwerken!
    Gruß, Helmut

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