Kirsch-Käsekuchen-mit-Nougatstreuseln

Topfentorte, Cheesecake, Käsekuchen… das beste aller süßen Backwerke hat viele Namen und meine Liebe zu ihm taucht hier immer wieder auf, bleibt ungebrochen und ist einer der wichtigsten Gründe, warum ich überhaupt mit dem veganen Backen angefangen habe. Und offenbar stehe ich mit meiner Begeisterung nicht alleine da, denn bereits im antiken Griechenland war Quarkkuchen bekannt und im Laufe der Zeit füllten weltweit hunderte verschiedene Rezepte die Bücher. Bis vor etlichen Jahren hätte ich niemals zu hoffen gewagt, dass man diese Köstlichkeit auch mit rein pflanzlichen Zutaten in zig Varianten backen kann. Inzwischen habe ich zahllose ausprobiert und da es für mich wirklich sekundär ist, ob der Boden nun aus Kekskrümeln, Mürb- oder Hefeteig besteht oder sogar komplett fehlt, liegt mein Hauptaugenmerk schon lange auf der Käsemasse. Da mir die Version mit abgetropftem pflanzlichen Joghurt seit jeher am besten schmeckt, war ich hoch erfreut, als vor kurzem fix fertiger Soja-Quark auf den Markt kam. Inzwischen haben viele BäckerInnen diese neuen veganen Produkte getestet und das musste ich natürlich auch tun. Den größten Vorteil sehe ich darin, dass ich nun – wann auch immer – sofort Käsekuchen backen kann und nicht erst warten muss, bis Joghurt ausreichend Flüssigkeit verloren hat. Herausgekommen ist ein herrlicher Blechkuchen ohne Boden (wie gesagt, die Käsemasse ist das Wichtigste 🙂 ), dafür aber mit Kirschen und knackigen Nougat-Streuseln. Diese Kombination ist wirklich ein absoluter Hit und wird zukünftig noch häufig im Ofen bzw. auf dem Kuchenteller landen.

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Veganer Kirsch-Käsekuchen mit Nougatstreuseln (für ein Backblech mit Backrahmen 18×25 cm oder eine entsprechend große Backform, ergibt 9 Stück)

 Zutaten

Für die Käsemasse

  • 50 g Cashewkerne
  • 50 g Hafersahne, alternativ: Reissahne
  • 150 g Soja-Joghurt (natur)
  • 400 g Soja-Quark
  • 45 g Vanille-Puddingpulver
  • 65 g Rohrohrzucker
  • ½ TL Vanille, gemahlen
  • 1 TL Orangenschale, fein gerieben
  • 180 g Kirschen, entsteint (aus dem Glas, im Sommer frische Früchte)

Für die Nougatstreusel

  • 80 g Dinkelmehl (Typ 700), (glutenfreie Variante siehe unten)
  • 10 g Kakao
  • 10 g Rohrohrzucker
  • 40 g Margarine oder vegane Butter
  • 40 g Nuss-Nougat, gekühlt
  • 20 g Haselnüsse, fein gehackt

 

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 Zubereitung

Vorab: Cashewkerne für die Käsemasse in ein Gefäß geben und mindestens 4 Stunden in Wasser einweichen.

Die Cashewkerne mit Sahne und 50 g Joghurt in einen Mixer geben und auf höchster Stufe zu einer glatten Creme mixen. Anschließend mit dem restlichen Joghurt, Quark, Puddingpulver, Zucker, Vanille und Orangenschale in eine Schüssel füllen und mit einem Schneebesen glatt rühren. Den Backrahmen (bzw. die Backform) fetten, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech stellen und die Käsemasse eingießen.
Dann die Kirschen gleichmäßig auf der Fläche verteilen.

Für die Streusel das Mehl mit Kakao und Zucker in einer Schüssel gut vermischen. Margarine und Nougat in kleine Stücke schneiden, zu den trockenen Zutaten geben und rasch zu Streuseln verkneten. Zuletzt die gehackten Nüsse untermischen. Anschließend die Streusel gleichmäßig auf die Käse-Kirsch-Masse geben.

Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad 35-40 Minuten backen bis der Kuchen fest und an den Rändern leicht gebräunt ist. Anschließend komplett erkalten lassen. Backrahmen entfernen bzw. Kuchen aus der Form lösen, in Stücke schneiden und genießen.

 

  • VARIANTE: Für einen glutenfreien Kuchen, die Käsemasse mit Reissahne zubereiten und das Dinkelmehl für den Streuselteig gegen eine Mischung aus 50 g Reismehl, 30 g Maisstärke und ½ TL Johannisbrotkernmehl tauschen.

glutenfrei

2 Kommentare

  1. 10. Juni 2016 Bettina Hahn

    Liebe Brigitte,
    beim ersten Bissen des Kirsch-Käsekuchens wusste ich: die Suche hat ein Ende! Dieser Käsekuchen ist so herrlich käsig-cremig und lecker, dass meine (vegetarische) Kollegin mich voller Glück umarmte, als sie ein kleines Stück probierte und sich dann ein großes nahm. Die Käsekuchenmasse eignet sich sicher auch hervorragend für einen russischen Zupfkuchen, der schon als Kind mein Lieblingskuchen war.
    Ganz lieben Dank für das Teilen dieses tollen Rezepts!
    VG, Bettina

    1. 10. Juni 2016 B.B.'s Bakery

      Liebe Bettina,
      das Lesen von solch schönen Kommentaren sind wirkliche kleine Glücksmomente für FoodbloggerInnen und ich danke Dir herzlich für Dein Feedback. Ich freue mich total, dass Dir der Kuchen so schmeckt, ich mag ihn auch sehr und nehme die Käsemasse immer wieder als Basis für verschiedene Abwandlungen. 🙂
      Süße Grüße
      Brigitte

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