Mochi-Kokos-Mango-Küchlein

Im Vorfeld von Einladungen werde ich immer wieder gefragt, welche Nahrungsmittel mir denn nicht schmecken würden und was keinesfalls auf meinem Teller landen solle. Als Veganerin mag ich in den Augen vieler kompliziert und anstrengend sein, aber bei allem, was sich im Reich des rein pflanzlichen Essens befindet, bin ich absolut nicht heikel. Und so lange ich auch nachdenke, es gibt tatsächlich nichts, was ich nicht esse. Natürlich habe ich aber meine Vorlieben und persönlichen Favoriten. Manche von ihnen könnte es bei mir sogar jeden Tag geben und dazu gehört seit ewigen Zeiten und unangefochten der Reis. Hört sich vielleicht unspektakulär und langweilig an, schließlich ist er ein Grundnahrungsmittel und wird weltweit in riesigen Mengen produziert – aber Reis ist schließlich nicht gleich Reis. Wusstet Ihr, dass es mehr als 120.000 Sorten gibt? Ob lang oder rund, ob weiß, rot oder schwarz, ob für Risotto, Paella oder Sushi – Reis ist wirklich eine Wissenschaft für sich. Und dann kann man sogar auch noch Essig, Milch, Papier und Stroh aus ihm herstellen. Einfach klasse diese Vielfalt. In meinem Vorratsschrank habe ich immer einige Reissorten auf Lager – schon alleine deshalb, um mir jederzeit tröstenden Milchreis kochen oder Mehl für glutenfreien Kuchen mahlen zu können. Ja, wenn er nicht gerade als Hauptmahlzeit fungiert, dann kommt mein geliebter Reis natürlich bei süßen Kreationen zum Einsatz.

Ich spare Euch jetzt einen Vortrag über die mannigfaltigen Möglichkeiten, die mir dazu einfallen. Stattdessen präsentiere ich Euch gleich konkret eine davon und zwar mit Mochi Reis. Dieser wird auch Süßer Reis genannt und stammt ursprünglich aus Japan. Nach dem Kochen ist er – bedingt durch seine bestimmte Stärkezusammensetzung – angenehm weich und mild-süßlich im Geschmack. Deshalb eignet er sich perfekt für Desserts und, wie ich festgestellt habe, auch als Zutat für gebackene Kuchen. Ich habe den Mochi Reis mit Mango und Kokos zusammengebracht und herausgekommen sind fruchtige, saftige und doch flaumige Küchlein, die mich ein bisschen in exotische Gefilde entführen und meiner Reisliebe perfekt gerecht werden. ❤️

 

Mochi-Kokos_Mango-Küchlein

 

Vegane Mochi-Kokos-Mango-Küchlein (für eine Muffinform oder einzelne Kuchenförmchen, ergibt 5-6 Stück)

Zutaten

Für die Küchlein

  • 70 g Vollkorn-Reismehl
  • 30 g Hirsemehl
  • 15 g Lupinenmehl
  • 35 g Tapiokastärke
  • 2 gehäufte TL Weinsteinbackpulver
  • ½ TL Xanthan
  • 90 g Reisstreusüße, alternativ: Birkenzucker oder feiner Rohrohrzucker, dann aber nur 75 g
  • 20 g Kokosraspel
  • ½ TL Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Mangofruchtfleisch, frisch
  • 30 g Öl, geschmacksneutral
  • 90 g Kokosmilch (vollfett)
  • 100 g gekochter Mochi Reis (siehe Hinweis unten)
  • 1-2 EL Kokosraspel

Für die Dekoration

  • 1 EL Kokosblütenzucker
  • 1 El heller Ahornsirup
  • 3-4 Mangostreifen, getrocknet

 

Mochi-Kokos_Mango-Küchlein

Zubereitung

Mehle mit Stärke, Backpulver, Xanthan, Streusüße, Kokosraspeln, Vanille und Salz miteinander vermischen.
Die Mango in kleine Stücke schneiden, zusammen mit Öl und Kokosmilch in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab glatt mixen. Anschließend diese flüssige Masse zu den trockenen Zutaten geben und verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Zuletzt den gekochten Reis unterheben. Den Teig in gefettete Muffin- bzw. Kuchenförmchen füllen und gleichmäßig mit Kokosraspeln bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad 24-26 Minuten backen, bis die Küchlein gold-braun sind. Komplett auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Dekoration vorbereiten. Dafür die Mangostreifen in sehr kleine Stücke schneiden (das funktioniert am besten mit einer Schere). Zucker mit Sirup in eine kleine Pfanne geben und schmelzen lassen, die Mangostückchen zugeben und karamellisieren lassen. Anschließend auf ein Backpapier geben, komplett erkalten lassen und in Stücke teilen.
Die Küchlein damit dekorieren, servieren und genießen.

 

Mochi-Kokos_Mango-Küchlein

 

  • HINWEIS: Der Mochi Reis kann entweder in Wasser oder Pflanzenmilch gekocht werden. Man braucht dafür etwa die dreifache Menge an Flüssigkeit, die Kochzeit beträgt rund 40 Minuten. Reste, die hier beim Backen nicht zum Einsatz kommen, schmecken toll als Frühstücksbrei.
  • VARIANTE: Die Küchlein funktionieren auch hervorragend mit jeder anderen Reissorte.

 

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