Marillen-Heidelbeer-Mandel-Auflauf

Wenn es um Zutatenlisten von Backrezepten geht, ticke ich ganz anders als andere Menschen. Ich mag es sehr, wenn sie aus vielen Komponenten bestehen und ich mag es noch mehr, wenn ich die ein oder andere davon noch nie zuvor verwendet habe. Das weckt meine Experimentierfreude erst so richtig und steigert die Spannung beim Backen um ein Vielfaches. Ich weiß aber, dass ich mit meiner Vorliebe ziemlich alleine dastehe, denn simple Rezepte mit nur wenigen Zutaten machen eindeutig immer das Rennen. Kürzlich wünschte sich eine Freundin ein einfaches Rezept mit maximal fünf Zutaten von mir. Klar könnte ich das, aber es ist mir offen gestanden ein bisschen zu lahm – Mehl, Süße, Milch und Öl/Fett und schon hätte ich die Grenze praktisch erreicht. Aber ich habe mich trotzdem sehr angestrengt, dem Wunsch nachzukommen. Ich habe die Zutatenliste so klein wie nur möglich gehalten und auf jeglichen Schnickschnack wie zum Beispiel sahnige Tuffs verzichtet (und das ist wirklich eine Herausforderung für mich).

Herausgekommen ist jedenfalls ein Auflauf, der einfach herrlich in den Sommer passt: schnell zusammengerührt, schnell gebacken und mit den tollsten Früchten, die gerade lokal zu finden sind. Am besten finde ich ihn direkt aus dem Ofen – mit Vanillesoße, Eis oder Joghurt serviert (upps, dann sind es doch noch mehr Zutaten 😉 ), aber ich sage natürlich auch nicht nein, wenn er abgekühlt – und eher einem Kuchen gleichend – vor mir steht.

Macht es Euch schön und genießt weiterhin den Sommer und seine unwiderstehlichen Früchte.

 

Marillen-Heidelbeer-Mandel-Auflauf

Veganer Marillen-Heidelbeer-Mandel-Auflauf (für eine Auflaufform mit einer Größe von ca. 25×20 cm)

Zutaten

  • 200 g frische Marillen
  • 60 g frische Heidelbeeren
  • 45 g Haferflocken
  • 35 g Mandeln, ungeschält (VARIANTE siehe unten)
  • 120 g Dinkelmehl (Typ 700)
  • 2,5 TL Weinsteinbackpulver
  • 1 Prise Salz
  • ¾ TL Zitronenschale, fein gerieben
  • 60 g Apfeldicksaft, alternativ: heller Ahornsirup
  • 50 g weißes Mandelmus, alternativ: Cashewmus
  • 150 g Mandel-, Hafer-, oder Sojamilch
  • 2-3 EL gehobelte Mandeln oder Haselnüsse

für die Dekoration (optional)

  • Staubzucker aus Birkenzucker, alternativ aus Rohrohrzucker

 

Marillen-Heidelbeer-Mandel-Auflauf

Zubereitung

Die Marillen waschen, trocken tupfen, halbieren und entkernen. Die Heidelbeeren vorsichtig waschen und trocken tupfen.

Die Haferflocken im Blitzhacker zu feinem Mehl mahlen, anschließend die Mandeln ebenso fein mahlen. Beides zusammen mit Mehl, Backpulver, Salz und Zitronenschale in einer Schüssel gut miteinander vermischen. Apfeldicksaft mit Mandelmus und Pflanzenmilch in einer separaten Schüssel miteinander verrühren. Zu den trockenen Zutaten geben und so lange rühren bis ein homogener Teig entstanden ist.

Diesen in die gefettete Auflaufform füllen und glattstreichen. Die Marillen und Heidelbeeren gleichmäßig verteilt leicht in den Teig drücken. Mit Mandeln bzw. Haselnüssen bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C 26-30 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Entweder direkt servieren oder abgekühlt genießen.

 

Marillen-Heidelbeer-Mandel-Auflauf

 

  • VARIANTE: Die Mandeln im Teig gegen Erdmandeln oder Nüsse wie Hasel- oder Walnüsse tauschen.

 

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Mini-Pfirsich-Sauerrahm-Strudel, Bulgur-Haselnuss-Auflauf mit Brombeeren, Mandel-Macadamia-Clafoutis mit Kirschen

2 Kommentare

  1. 18. Juli 2018 Kati Neudert

    Endlich ist es vollbracht 🙂 Ich habe diesen überaus leckeren Auflauf heute morgen ganz spontan nachgebacken. Das Beweisfoto hast Du ja vielleicht schon auf Instagram entdeckt 🙂

    Ich musste mangels enstprechender Zutaten ein klein wenig abwandeln, und habe die Heidelbeeren durch schwarze Johannisbeeren und das Dinkelmehl durch Weizen- und Dinkelvollkornmehl (1:1) ersetzt. Hat super geklappt.

    Ich bin echt begeistert und werde, sobald es die Zeit zulässt, noch weitere Rezepte probieren. Danke dafür!

    Liebe Grüße aus Thüringen,
    Kati

    1. 18. Juli 2018 B.B.'s Bakery

      Liebe Kati,

      meine Freude ist riesengroß und Dein Bild ist wie immer grandios. Ich danke Dir sehr für den Rezepttest und Deine schöne Rückmeldung. Schwarze Johannisbeeren gehören ja zu meinen Lieblingen und ich kann sie mir wunderbar in diesem Auflauf vorstellen. Ich mag Abwandlungen ja sehr, so entstehen neue Ideen und ein breiter Pool an möglichen (Austausch-)Zutaten.
      Süße Grüße
      Brigitte

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