„Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl!…“ – wer guten Kuchen backen will, muss gemäß dem alten Kinderlied sieben Sachen haben. Mein veganes Bäckerherz ruft laut Stopp, ich streiche erst mal drei Zutaten von dieser Liste und ersetze diese mit den hier beschriebenen pflanzlichen Pendants. Je mehr süßes Backwerk durch meine Hände wanderte, umso mehr beschäftigte ich mich auch mit seinen übrigen Inhaltsstoffen – an vorderster Stelle Zucker.

Denn süß ist nicht gleich süß. Hört man das Wort „Zucker“, denkt man in der Regel an feine, weiße Kristalle. Diese sind das Endprodukt eines langen industriellen Prozesses, in dem gereinigt, getrennt und veredelt wird. Bei dieser Raffination (bei der übrigens auch Tierkohle zum Einsatz kommen kann) gehen aber auch alle Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine verloren, was ernährungsphysiologisch zahlreiche Probleme mit sich bringt. Also Grund genug, den weißen Fabrikzucker mit anderen Süßungsmitteln zu tauschen. Diese sind nicht nur gesünder, sondern bringen auch ganz neue Geschmacks-Nuancen mit sich. Also, was macht ebenso süß, wie schmeckt es, welche Vorteile bringt es gegenüber weißem Zucker und was sollte man bzgl. Dosierung und Flüssigkeitsgehalt  beachten? Die folgende Tabelle verrät es. Diese ist schon so umfangreich, dass ich – obwohl sie für mich stets eine sehr wichtige Rolle spielen – auf ökologische und soziale Aspekte des jeweiligen Produktes leider an dieser Stelle nicht eingehen kann.

Einfach in die Tabelle klicken, um sie vollständig anzuzeigen, herunterzuladen bzw. auszudrucken.

 

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5 Kommentare

  1. 5. Mai 2013 flexitarian

    Liebe Brigitte,

    wie schön, daß Du Dir Gedanken über Süßmittel machst. Das fehlt mir häufig bei Vollkornrezepten, vegetarischen oder veganen Rezepten. Zucker hat so viele Nachteile: verursacht Karies, schädigt die Darmflora, löst Heißhungerattacken aus, hat einen hohen glykämischen Index usw. Ich nehme seit gut 20 Jahren keinen Zucker mehr zu mir und meine Empfinden für den Geschmack süß hat sich verändert. Ich verwende Agavendicksaft zum backen, halbiere die angegebene Zuckermenge und taste mich dann an die richtige Süßmittelmenge heran. Verrätst Du uns das eine oder andere Deiner Rezepte?

    Viele Grüße von der Flexitarian

  2. 18. November 2013 Otto Milowiz

    Liebe Brigitte Bach!

    Da kam ich zufällig auf Ihre Homepage – und musste ob dieser strahlenden Freundlichkeit gleich einmal schmunzeln. Danke dafür! Ein Hinweis: Im Kapitel „suessungsmittel“ las ich Farbikzucker. Ich gehe davon aus, dass Fabrikszucker oder Fabrikzucker gemeint ist. – Auch wenn ich selten, aber doch, fallweise nicht einmal vegetarisch einhalte, fühle ich mich mit meinem Trend zu vegan wohl und annehm leicht. Und es macht mich sogar schmunzeln, wenn welche von meinen elf Neffen und Nichten bei Familientreffen staunen, dass der „Onkel aus Wien“, der ja immer vegan oder zumindest vegetarisch essen will, schließlich auch den einen oder anderen Fleischrest, der im Restaurant sonst entsorgt werden müsste, aufisst.

    Doch genug von mir. – Einfach: Bitte weiter so, gerade bei Einladungen zu Bekannten oder Freunden, die für Gäste gerne selbst kochen oder backen, ist der davor geäußerte Wunsch nach „vegan“ oft eine Herausforderung. Ab sofort werde ich bei meiner Antwort mit Freude auf Ihre feine Homepage hinweisen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Otto Milowiz

    1. 19. November 2013 admin

      Lieber Herr Milowiz,
      vielen Dank für Ihr scharfes Auge und den Hinweis – ich habe den Buchstabendreher gleich behoben.
      Es freut mich sehr, dass Ihnen meine Seite gefällt – auch ein herzliches Dankeschön für die Weiterempfehlung. Ja, vegan ist vielfältig, bunt und lecker, das kann man gar nicht oft genug sagen und vorbacken. 🙂
      Liebe Grüße, Brigitte

  3. 29. April 2015 Leona

    Hey
    das ist ein super interessanter Artikel. Kannst du die informationen auch belegen? Also sind das wissenschaftliche Quellen oder hast du das so aus dem Internet zusammengesucht?

    Liebe Grüße

    Leona

    1. 29. April 2015 admin

      Liebe Leona,
      ich habe schon vor recht langer Zeit angefangen, diese Informationen zusammenzutragen und so wurden es immer mehr – allerdings nie mit dem Anspruch, dass sie wissenschaftlich fundiert sind. Mich interessiert viel mehr, mit was man süßen kann und wie sich das jeweilige Produkt beim Backen verhält. Es gibt noch sooo viele weitere Aspekte, die wichtig und interessant sind, aber dafür ist diese Tabelle einfach zu klein.
      Herzliche Grüße
      Brigitte

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