Himbeer-Cheesecake-Brownie-Törtchen

Apfel und Zimt, Avocado und Limette oder Mango und Kokos…, einige Pärchen passen einfach außerordentlich gut zusammen und sollten niemals getrennt werden. Auch wenn sich bei manchen Geschmacks- und Aromakombinationen die Geister sicherlich scheiden, so haben sich viele Klassiker für immer und ewig etabliert und jeder erwartet geradezu ihr gemeinsames Auftreten. Kürzlich bin ich auf ein Geschmackslexikon gestoßen, in dem erklärt wurde, warum das so ist. All die theoretischen Grundlagen rund um die vier Grundgeschmacksempfindungen salzig, sauer, bitter und süß, über Geschmackseffekte und weitere Faktoren wie Temperatur und Konsistenz hielten mich richtig gefangen. Vieles ist nüchtern erklärbar, aber selbst Wissenschaftler sind sich einig, dass wir beim Essen niemals Herz und Seele ausschalten können und dass es eben so viel mehr ist als nur pure Nahrungsaufnahme. Um das zu wissen, brauche ich natürlich keine Experten. Mein Herz macht ja bereits Luftsprünge, wenn ich die Zutaten für die nächste geplante Backsession auf einen Einkaufszettel schreibe. Von meinen Gefühle währenddessen und der darauffolgenden Verkostung ganz zu schweigen.

Nun habe ich sämtliche Zutaten, die so durch meine Küche schwirren, noch nie systematisch in Kategorien eingeteilt und meine liebsten Kombinationen entstanden ohnehin immer eher durch Zufall oder kreatives Probieren. So war ich lange Zeit der Meinung, dass die Banane als einzige Frucht so wirklich richtig gut zu Schokolade passen würde. Das besagte Lexikon hätte mich damals wahrscheinlich ganz schnell eines Besseren belehrt, aber Learning-by-Doing ist noch immer die nachhaltigste Methode. Zum Glück kam ich irgendwann darauf, dass ich komplett falsch lag. Unendlich viele Früchtchen wollten dann mit der herben Kakaonote vereint werden und die Ergebnisse sind bis heute immer wieder Stars in meinem Repertoire. Das, was jetzt folgt, zähle ich stolz dazu, denn es ist ein Geschmacksfeuerwerk in mehreren Schichten, mit verschiedenen Texturen und einer Optik, die mich in jeglicher Hinsicht erstrahlen lässt. Wer also einen guten Mixer und auch etwas Geduld mitbringt, der sollte sich dieses süße Erlebnis nicht entgehen lassen. Immerhin warten ein fudgy Schokoboden, ein Himbeerkern im Inneren und schokolierte Brownie-Kugeln. Yeah!!! 🙂

 

Himbeer-Cheesecake-Brownie-Törtchen

Roh-vegane Himbeer-Cheesecake-Brownie-Törtchen (für Dessertringe mit einem Durchmesser von 7 cm, ergibt 4 Stück)

Zutaten

Für die Böden

  • 100 g Datteln, getrocknet
  • 25 g Rosinen
  • 50 g Mandeln
  • 50 g Hasel- oder Walnüsse
  • 20 g Kakao
  • ¼ TL Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz

Für die Zitronen-Cheesecake-Schicht

  • 75 g Cashewkerne
  • 50 g Wasser
  • 35 g Reissirup
  • ½ TL Vanille, gemahlen
  • 2-3 Tropfen Zitronenöl
  • 25 g Kakaobutter

Für die Himbeer-Cheesecake-Schicht

  • 75 g Cashewkerne
  • 75 g Himbeeren (gefroren und aufgetaut, alternativ: frische Früchte)
  • 35 g Reissirup
  • ¼ TL Vanille, gemahlen
  • 25 g Kakaobutter

Für den Himbeerkern

  • 80 g Himbeeren (gefroren und aufgetaut, alternativ: frische Früchte)
  • 1,5 TL Flohsamenschalen
  • 1-2 TL Reissirup

Für die Dekoration

  • Brownie-Kugeln (siehe Zubereitung Böden)
  • dunkle Schokolade (hergestellt aus 30 g Kokosöl, 15 g Kakao, 4 TL Ahornsirup)
  • getrocknete Rosenblütenblätter

Himbeer-Cheesecake-Brownie-Törtchen

Zubereitung

Vorab: Cashewkerne für die beiden Cheesecake-Schichten in zwei Gefäße geben, mit Wasser bedecken und mindestens 4 Stunden einweichen.

Datteln und Rosinen für die Böden in eine Schüssel geben, mit Wasser bedecken und mindestens 30 Minuten einweichen.

Die Himbeeren für den Himbeerkern fein pürieren und mit Flohsamenschalen und Reissirup vermischen. Anschließend ca. 30 Minuten quellen lassen.

 

Für die Böden Datteln und Rosinen in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Anschließend mit Mandeln, Nüssen, Kakao, Vanille und Salz in einen Mixer geben und pürieren bis ein homogener Teig entstanden ist – kleine Reststücke von Mandeln oder Nüssen sind kein Problem und geben sogar einen leichten Crunch.

Die Dessertringe auf einen mit Backpapier ausgelegten Teller stellen. Jeweils ca. 50 g des Teigs in einen Ring geben und zu einem Boden plattdrücken bzw. formen. Anschließend die Dessertringe kalt stellen. Der übrige Teig wird noch für die Dekoration gebraucht.

Für die Zitronen-Cheesecake-Schicht die Cashewkerne in ein Sieb gießen und gründlich abwaschen. Anschließend mit Wasser, Reissirup, Vanille und Zitronenöl in einen Mixer geben und pürieren. Die Kakaobutter in einer kleinen Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen lassen. Anschließend zu den übrigen Zutaten geben und nochmals kräftig durchmixen.
Die Himbeer-Cheesecake-Schicht mit den angegeben Zutaten auf die gleiche Weise herstellen.

Nun die Zitronen-Cheesecake-Creme gleichmäßig verteilt in die Dessertringe füllen. Anschließend 1-2 TL der eingedickten Himbeeren mittig platzieren. Mit der Himbeer-Cheesecake-Creme abschließen und diese wieder gleichmäßig in die Dessertringe füllen. Wer die Törtchen am Ende mit dekorativen Tuffs verzieren möchte, sollte ein bisschen Creme zurückbehalten und diese in eine separate Schüssel füllen. Die Dessertringe dann 4-5 Stunden in den Kühlschrank stellen bis die Schichten fest geworden sind.

Himbeer-Cheesecake-Brownie-Törtchen

 

Anschließend die Törtchen aus den Ringen lösen.
Aus dem restlichen Teig kleine Kugeln formen.
Kokosöl vorsichtig schmelzen lassen, mit Kakao und Ahornsirup verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Schoko-Kugeln darin eintauchen und auf die Törtchen setzen. Die übrige Himbeer-Cheesecake-Creme in einen Dressiersack füllen und auf die Törtchen spritzen. Diese mit der restlichen flüssigen Schokolade dekorieren und mit Rosenblütenblättern bestreuen.

Servieren und genießen.

 

6 Kommentare

  1. 24. Januar 2017 Krisi von Excusemebut...

    Wow die kleinen Törtchen sehen fantastisch aus! So schön mit den Farben, und dann die Füllung…Da möchte man direkt zu greifen! Rohvegan probiere ich leider viel zu selten, das ist etwas was ich mir immer wieder vornehme und dann irgendwie doch nie umsetze:(
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    1. 25. Januar 2017 B.B.'s Bakery

      Liebe Krisi,
      vielen herzlichen Dank für Deine lieben Worte – es freut mich sooo sehr, dass Dir die Törtchen so gut gefallen. Ich bin inzwischen wirklich süchtig nach den rohköstlichen Kreationen und bin noch immer fasziniert, was ohne Backen alles funktioniert. Naja, und „Törtchen statt Torte“ oder „Küchlein statt Kuchen“ steht bei mir ja immer hoch im Kurs. 😉
      Süße Grüße
      Brigitte

  2. 25. Januar 2017 Sindy Fehlau

    Auf der Suche nach einem tollen Geburtstagskuchen für eine vegane Freundin bin ich über dieses Rezept gestolpert. Beim Lesen der Zutaten Liste war ich sehr skeptisch…eine Creme aus Cashew Kernen?! Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so habe ich mich prompt im nächsten gut sortierten Markt wiedergefunden auf der Suche nach all den mir unbekannten Dingen wie Flohschalensamen und Reissirup. Die Mandeln und Nüsse habe ich bereits gemahlen gekauft um meine Geräte nicht überzustrapazieren. Wieder daheim habe ich mich ans Werk gemacht. für die Cremes habe ich zuerst den Mixer genommen, der hat die Cashews allerdings nicht fein genug bekommen und ich habe mit dem Pürierstab nochmal nachgearbeitet. Das Ergebnis sah dann auch tatsächlich fast so aus wie auf den Fotos und hat über Nacht im Kühlschrank darauf gewartet von einer kritischen Jury, bestehend aus lauter Nicht-Veganern getestet zu werden. Was soll ich sagen…es waren alle rundweg begeistert! Nun werde ich dieses Rezept nehmen um eine tolle Geburtstagstorte zu kreieren und das Buch „vegane Backträume“ steht mit auf meinem Wunschzettel ☺ Vielen Dank und liebe Grüsse aus Sachsen!

    1. 25. Januar 2017 B.B.'s Bakery

      Liebe Sindy,

      vielen herzlichen Dank für das ausführliche Feedback. Ich freue mich riesig, dass die Törtchen so gut gelungen sind und allen so gut geschmeckt haben. Wenn man das erste Mal mit unbekannten Zutaten arbeitet, ist ja doch ein gewisses Risiko im Spiel. Mit einem Hochgeschwindigkeitsmixer tut man sich natürlich viel leichter und die rohköstlichen Cremes bekommen damit noch eine feinere Textur. Ich selbst habe mir aber erst nach vielen Experimenten so ein Gerät zugelegt – inzwischen möchte ich es natürlich nicht mehr hergeben. 🙂
      Ganz viel Freude beim weiteren Backen und Ausprobieren.
      Süße Grüße aus Wien
      Brigitte

  3. 6. Februar 2017 Diana

    Oh, diese Himbeer Cheesecake Brownie Törtchen sehen göttlich aus. 2 meiner Lieblingsnachspeisen in 1 Törtchen vereint. Einfach lecker.
    LG, Diana

    1. 6. Februar 2017 B.B.'s Bakery

      Das freut mich total, liebe Diana! Vielen Dank für Deinen netten Kommentar. Ich bin selbst richtig verliebt in diese Törtchen und muss sie unbedingt bald wieder machen, dann vielleicht auch mit anderen Beeren – schwarze Johannisbeeren, oder Brom- bzw. Heidelbeeren kann ich mir ebenso toll vorstellen.
      Süße Grüße
      Brigitte

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