Banoffee-Eis

Im Biskuitteig das Backpulver vergessen, die Schokolade beim Schmelzen zu stark erhitzt oder die Kuchenform zu früh aus dem Ofen geholt…, wer kennt sie nicht, die kleinen und größeren Küchenpannen. In all den Jahren, in denen ich nun vegan backe, kreiere und experimentiere, ist mir bislang glücklicherweise erst zwei Mal etwas derart misslungen, dass es nicht genießbar war. Ansonsten konnte ich noch jedes petit malheur durch gezieltes Tricksen in eine wohlschmeckende Abwandlung hinüberretten. Obwohl die Zubereitung meines heutigen Eises völlig nach Plan lief, spielte ich im Kopf eben genau so einen Rettungs-Maßnahmenplan durch und fast wäre die eisige Köstlichkeit eine Creme oder ein Pudding geworden. Schuld war der Lüfter meiner Eismaschine, der sich nicht mehr einschaltete und somit das komplette Gerät zum Erliegen brachte. Ach, was habe ich geflucht und geschimpft. In Situationen wie diesen erweist es sich wirklich als goldwert, wenn man einen Techniker im Haus hat, der in Sekundenschnelle alle elektrischen Probleme lösen kann. ❤️ Flugs war also das Gehäuse abgeschraubt und das Maschinchen nahm seine Arbeit wieder auf. Sie tat es vortrefflich und ich bin so froh, dass ich nicht auf diesen Eistraum verzichten musste, bei dem karamellisierte, angebratene Bananen die Grundlage bilden. Sie sorgen für ein fantastisches Aroma und vermengen sich mit Vanillemilch und Sahne zu einem cremigen Highlight. Dazwischen gibt es noch Kakaonibs und gehackte Nüsse für den gewissen Crunch. Und so präsentiere ich – da das Thermometer endlich in Bereich klettert, die ich für akzeptabel halte – den Kuchen-Klassiker aus Bananen und Karamell heute also mal als Eis.

 

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Banoffee-Eis mit Kakao-Nuss-Splittern (ergibt 3-4 Portionen)

Zutaten

  • 2 mittelgroße Bananen (geschält, ca. 230 g)
  • 20 g Rohrohrzucker, alternativ: Kokosblütenzucker
  • 20 g Ahornsirup
  • 20 g Margarine oder vegane Butter
  • 250 ml Vanille-Hafermilch, alternativ: Vanille-Sojamilch
  • 100 g Reissahne, alternativ: Hafer- oder Mandelsahne
  • 1 Prise Salz
  • ¾ TL Johannisbrotkernmehl
  • 15 g Kakaonibs
  • 20 g Hasel- und/oder Erdnüsse, fein gehackt

 

Zubereitung

Die Bananen schälen und in ca. 1-cm-breite Scheiben schneiden. Zucker und Ahornsirup in einer kleinen Pfanne schmelzen bis die Masse gold-gelb ist, dann zunächst die Bananen hinzugeben und darin schwenken, anschließend die Margarine zufügen und die Bananen mehrere Minuten anbraten. Wenn diese weich sind und duften von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen. Anschließend mit Milch, Sahne, Salz und Johannisbrotkernmehl in den Mixer geben und zu einer glatten Masse pürieren. Diese 2–3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Anschließend in die Eismaschine füllen und gefrieren lassen (da jedes Gerät anders ist, auf jeden Fall die individuellen Geräteeigenschaften beachten).
In der Zwischenzeit die gehackten Nüsse in einer kleinen Pfanne ohne Fett rösten bis sie zart duften, auf einen Teller geben und abkühlen lassen. Sobald das Eis fest ist, die Kakaonibs und Nusssplitter mit Hilfe eines Löffels gleichmäßig unter die Eismasse heben – dabei 1-2 TL für die Garnitur zurückbehalten. Entweder sofort servieren oder 2–3 Stunden im Gefrierfach komplett fest werden lassen. Bleibt das Eis länger im Gefrierfach, vor dem Servieren ca. 15 Minuten antauen lassen.

 

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  • TIPP: Für die Zubereitung ohne Eismaschine die Bananen-Milch-Masse in einen flachen und verschließbaren Behälter füllen und in das Gefrierfach stellen, nach 30 Minuten mit einem Rührgerät oder Schneebesen kräftig durchrühren, bis sie wieder geschmeidig ist. Dann den Behälter erneut ins Eisfach stellen und alle 30 Minuten durchrühren, bis das Eis die gewünschte Konsistenz hat. Nach dem 3.–4. Rührvorgang die Kakao-Nuss-Splitter wie oben beschrieben durchziehen.
    • HINWEIS: Für ein glutenfreies Eis Vanille-Sojamilch und Reis- bzw. Mandelsahne verwenden.

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2 Kommentare

  1. 25. Mai 2016 Cosima | Ricemilkmaid Blog

    Wow, das klingt ja unheimlich lecker. Muss ich auch unbedingt mal ausprobieren, wobei der Aufwand ohne Eismaschine natürlich enorm ist. Und so, wie ich mich kenne, vergesse ich mir einen Wecker zu stellen um das Eis zu mixen. 😀 Aber das Rezept liest sich so gut, ausprobieren werde ich es wahrscheinlich trotzdem. 🙂

    Liebe Grüße
    Cosima

    http://www.ricemilkmaid.de

    1. 25. Mai 2016 B.B.'s Bakery

      Liebe Cosima,
      das freut mich sehr, dass Dir das Rezept so zusagt. Ach, wenn ich an dieses Eis denke, schmelze ich auch gleich wieder dahin. Ja, die Zubereitung ohne Eismaschine ist leider recht aufwändig und so cremig wie mit Maschine wird es halt leider auch nicht. Also wenn Du gerne und oft Eis isst, dann kann ich die Anschaffung so eines Geräts nur empfehlen. Ich habe es nie bereut und mache seitdem die abgefahrensten Sorten.

      Süße Grüße
      Brigitte

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