Kürbiskern-Donuts mit Schokoladenglasur

von | 27. Okt 2017 | Backgeflüster | 4 Kommentare

Es gibt einige Dinge, die VeganerInnen nicht nur begeistern, sondern mitunter nahezu ausflippen lassen. Dazu gehören meiner Erfahrung nach Cheesecake, Softeis, Burger und Donuts. Vielleicht liegt es daran, dass man diese Dinge in rein pflanzlicher Form jahrelang vergeblich gesucht hat, vielleicht aber auch an der Tatsache, dass Süßes, Fettiges und Frittiertes generell sehr beliebt sind?! Wie auch immer: werden sie irgendwo angeboten, so spricht sich das in Windeseile herum. Passt die Qualität, werden sie zu Verkaufsschlagern. Ich gestehe, dass ich noch nie ein großer Fan von Fast Food war und ich somit auch sehr gut ohne Pommes und Co. leben kann. Ohne Cheesecake allerdings nicht und deshalb habe ich schon früh angefangen, meinen persönlichen Kuchenliebling in unterschiedlichsten Formen zu interpretieren.

Vegane Donuts habe ich nach einer gefühlten Ewigkeit letztes Jahr in Berlin wieder gegessen. Lecker waren sie schon, aber die frittierte Form ist einfach nicht mein Ding. Deshalb backe ich meine Donuts im Ofen. Auf Grund der anderen Zubereitungsart sind sie dadurch zwar nicht völlig identisch mit herkömmlichen Donuts, aber ich halte dagegen, dass sie dafür gesünder und viel einfacher zuzubereiten sind. Die runden Kringel lassen sich nach dem Backen natürlich – so wie ihre frittierten Kollegen – nach Lust und Laune verzieren und da entschied ich mich diesmal für verschiedene Sorten Schokolade – braun, weiß und grün sollte es diesmal sein. Alle drei passen perfekt zum Geschmack meiner Donuts, die ganz im Zeichen des Kürbisses stehen. Also macht Euch bereit, es wird super flaumig und herrlich schokoladig!

Kürbiskern-Donuts

Vegane Kürbiskern-Donuts mit Schokoladenglasur (für eine Donutform, ergibt 6 Stück)

Zutaten

Für die Donuts

  • 120 g Dinkelmehl (Typ 700)
  • 40 g Kürbiskernmehl (siehe TIPP unten)
  • 1 gehäufter TL Weinsteinbackpulver
  • 60 g feiner Rohrohrzucker, alternativ: Birkenzucker
  • ¼ TL Vanille, gemahlen
  • 1 TL Orangenschale, fein gerieben
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Öl, geschmacksneutral
  • 40 g Soja-Joghurt, natur, alternativ: Lupinen-Joghurt
  • 135 g Soja- oder Mandelmilch

Für die Dekoration

  •  60-80 g Schokolade (Zartbitter, weiße Schokolade oder Kürbiskernnougat)
  • 1-2 EL geröstete Kürbiskerne

Kürbiskern-Donuts

Zubereitung

Die Mehle mit Backpulver, Zucker, Vanille, Orangenschale und Salz in einer Schüssel vermischen. Öl, Joghurt und Milch in einer separaten Schüssel miteinander verrühren. Dann diese flüssige Masse zu den trockenen Zutaten geben und verrühren, bis ein homogener Teig entstanden ist. Diesen in die gefetteten Mulden der Donutform füllen und glatt streichen.
Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad 15-18 Minuten backen. Leicht abkühlen lassen, dann aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen.

Für die Dekoration die Kürbiskerne mit einem schweren Messer fein hacken.

Die Schokolade in einer kleinen Schüssel über dem heißen Wasserbad vorsichtig schmelzen lassen. Die Donuts mit einem Teil der flüssigen Schokolade verzieren (das funktioniert am besten, indem man diese mit einem kleinen Löffel über die Donuts träufelt). Möchte man die Donuts noch mit einer weiteren Schokoladensorte dekorieren, so lässt man die erste Schicht am besten etwas antrocknen und füllt die zweite Sorte in eine kleine Spitztüte (z.B. selbst gefaltet aus Backpapier oder ein Plastik-Spritzbeutel). Dann die Donuts nach Lust und Laune verzieren und anschließend mit den gehackten Kürbiskernen bestreuen, solange die Schokolade noch nicht ganz fest geworden ist.
Die Donuts schmecken frisch am allerbesten. 🙂

Kürbiskern-Donuts

 

TIPP: Kürbiskernmehl stammt aus den Kernen schonend gerösteter Kürbisse. Für die Herstellung des Mehls wird den Kernen das Öl entzogen, anschließend werden sie vermahlen. Das Mehl hat einen aromatischen Geschmack und ist mit einem Proteingehalt von fast 60% ganz besonders eiweißreich.

 

Lust auf noch mehr Donuts? Dann werdet Ihr Euch sicher auch über dieses Rezept freuen: Sanddorn-Kokos-Donuts

 

 

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4 Kommentare

  1. Die Donuts sehen sehr lecker aus. Interessant mit dem Kürbiskernmehl, kannte ich bisher nicht! Gibt sicher einen sehr leckeren Geschmack, ich hätte gedacht das es etwas mehr färbt, aber da hätte es dann wohl mehr Kürbiskernmehl gebraucht=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    Antworten
    • Liebe Krisi,
      freut mich sehr, dass Dir die Donuts gefallen – vielen Dank.
      Ja, das Kürbiskernmehl war eine super Entdeckung für mich, ich finde es total lecker und möchte auch noch Brote, Pizzateige und vieles mehr damit ausprobieren. Der Teig wird damit recht grün, aber beim Backen verändert sich die Farbe etwas, v.a. die Stellen, die mit der Backform in Berührung kommen, bräunen natürlich. Aber klar, je mehr Mehl man nimmt, umso stärker das Grün. 🙂
      Süße Grüße
      Brigitte

      Antworten
  2. Huhu Brigitte,
    ich denke auch, dass man als VeganerIn deshalb auf viele Dinge extrem abfährt, weil sie in veganer Variante nur schwer (oder gar nicht) zugänglich sind. Ich sage nur „Käse“. Wenn jemand mal ein wirklich gutes Rezept für veganen Parmesan entwickelt, stehe ich in der Schlange ganz vorn. So!

    Und nun zu deinem Rezept: Was soll ich dazu schreiben? Ich liebe die Vorstellung, gesunde, rein pflanzliche Donuts essen zu können :-). Mal ehrlich, deine Fotos sind so zauberhaft und das Rezept liest sich so klasse – da möchte ich am liebsten sofort in die Küche stürmen. Was das Kürbiskernmehl angeht: Du weißt nicht zufällig, ob man das selbst herstellen kann, indem man Kürbiskerne mahlt? Vermutlich wird das nicht das gewünschte Ergebnis liefern (wegen dem Öl), oder? Das würde ich nämlich sonst glatt mal ausprobieren. Fehlt nur noch die passende Donutform, um so etwas schleicht ich schon lange herum …

    Liebe Grüße
    Bianca

    Antworten
    • Huhu liebste Bianca,

      hach, Du bist ja so eine Süße – ich freue mich so über Deine lieben Worte und dass Dir meine Donuts so gut gefallen. Danke Dir!
      Das einzige Produkt, bei dem ich in der Schlage ganz vorne stehen würde, sobald es vegan zu habe ist, ist Hüttenkäse. Aber ich fürchte, den wird es niemals geben.
      Das Kürbiskernmehl ist entölt und damit tatsächlich anders als gemahlenene Kürbiskerne. Mit denen kannst Du das Rezept natürlich auch machen, ich selbst habe das aber noch nicht getestet. Vielleicht erinnerst Du Dich an meine Protein-Guglhupfe (http://www.bbbakery.at/power-protein-gugelhupfe/), da habe ich gemahlene Kerne verwendet. Ich fahre gerade voll auf diese Spezialmehle ab, die aus Nüssen/Körnern/Saaten gewonnen werden. Als nächstes stehen Walnuss- und Sesammehl auf meiner Liste. 🙂
      Süße Grüße
      Brigitte

      Antworten

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