Raw-Blueberry-Coconut-Cupcakes

Könnt Ihr Euch noch erinnern, wann Ihr das erste Mal Cupcakes wahrgenommen bzw. Euren ersten gegessen habt? Also ich weiß zwar noch sehr gut, wie immer mehr auf Cupcakes spezialisierte Cafés eröffneten, aber inzwischen haben sich die kleinen Kuchen seit so vielen Jahren etabliert, dass ich nicht mehr sagen könnte, wann das nun war. Interessanterweise wurden sie schriftlich in einem Kochbuch bereits vor Jahrhunderten erwähnt, aber erst in den späten 1990er Jahren stießen sie in den USA auf reges Kundeninteresse. Ausgelöst wurde der Boom durch eine New Yorker Bäckerei, deren aufwändig verzierte Cupcakes in Windeseile Einzug in die Medienwelt hielten, wo sie als neuer In-Trend definiert wurden. Da sieht man wieder mal, dass Marketing einfach alles ist. 😉 Auch wenn man bei Cupcakes eigentlich sofort an süßen Rührteig und Cremehaube denkt, so gibt es mittlerweile doch viele verschiedene Varianten mit den unterschiedlichsten Toppings. Und da in der kreativen Küche alles erlaubt ist, blieb für meine heutigen Cupcakes sogar der Backofen aus. Dabei sind rohköstlich-vegane Törtchen entstanden, die ihren gebackenen Pendants absolut nicht nachstehen. Wie sehr häufig bei süßer Rohkost, kommen diesmal keine Trockenfrüchte zum Einsatz, stattdessen aber frische Äpfel. Und weil es um diese Jahreszeit nur Heidelbeeren aus Chile oder Mexiko gibt, habe ich gefrorene verwendet – funktioniert bei diesem Rezept perfekt, kann aber im Sommer natürlich geändert werden. Also Mixer an und los geht’s.

Raw-Blueberry-Coconut-Cupcakes-spots

 

Raw Blueberry Coconut Cupcakes (für eine Muffinform, ergbit 5-7 Stück)

Zutaten

Für die Böden

  • 180 g Äpfel (entspricht etwa 1,5 Äpfeln), entkernt und grob gewürfelt
  • 70 g Apfeldicksaft
  • 1 EL Zitronensaft
  • ½ TL Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 40 g Kokosöl
  • 120 g Kokosmehl (siehe Tipp unten)

Für das Topping

  • 120 g Cashewkerne
  • 50 g Reissirup
  • 125 g Heidel- bzw. Blaubeeren, tiefgekühlt und aufgetaut
  • ½ TL Vanille, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Kakaobutter
  • 20 g Kokosmus


Zubereitung

Vorab: Cashewkerne für das Topping in ein Gefäß geben und mindestens 4 Stunden in Wasser einweichen.

Äpfel zusammen mit Apfeldicksaft, Zitronensaft, Vanille und Salz in einen Mixer geben und so lange mixen bis eine homogene Masse entstanden ist. Das Kokosöl bei sanfter Hitze in einem Kopf verflüssigen, zu der Apfelmasse geben und nochmals durchmixen. Die flüssige Masse in eine Schüssel füllen und das Kokosmehl (am besten mit den Händen) unterkneten bis sich alles miteinander verbunden hat. Die Mulden einer Muffinform mit Frischhaltefolie auslegen, gleichmäßig mit „Teig“ befüllen und diesen fest hineindrücken. Anschließend die Form 3-4 Stunden kalt stellen.

Die Cashewkerne abgießen und zusammen mit Reissirup, Beeren, Vanille und Salz in einen Mixer geben und auf höchster Stufe zu einer glatten Creme mixen. Die Kakaobutter und das Kokosmus bei sanfter Hitze in einem Kopf verflüssigen, zu der Creme geben und nochmals durchmixen. Dann in eine Schüssel umfüllen und 3-4 Stunden kalt stellen.

Kurz vor dem Servieren die Böden aus der Form lösen, die fest gewordene Creme in einen Dressiersack füllen und diese auf die Böden spritzen. Nach Lust und Laune mit Beeren dekrorieren.

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  • TIPP: Kokosmehl ist nicht mit Kokosraspeln zu verwechseln. Es entsteht, durch das Trocknen, Entölen und Vermahlen von frischem Kokosnussfleisch. Im Gegensatz zu Kokosraspeln enthält Kokosmehl nur noch ein Viertel so viel Fett. Es ist sehr reich an Ballaststoffen und Eiweiß und enthält von Natur aus kein Gluten. glutenfrei, zuckerfrei

5 Kommentare

  1. 14. März 2016 Kirschbiene

    Huhu Brigitte,
    ich kann gar nicht genau sagen, wann ich Cupcakes zum ersten Mal bewusst wahr genommen habe. Ich glaube, es war vor ein paar Jahren bei meinem ersten Besuch in New York. Dort aß ich in einem veganen Café einen Cupcake mit supersüßem Schokoladentopping – sehr üppig, sehr dekadent, sehr lecker ;-).
    Heute würde ich deinen Cupcakes aber den Vorzug geben – sie sehen nicht nur wunderschön aus, sondern enthalten so tolle Zutaten, das ich am liebsten sofort loslegen würde. Dass die Cupcakes roh sind, ist der Knaller. Spätestens zur Blaubeerzeit werde ich dieses Rezept ausprobieren :-).
    Liebe Grüße
    Bianca

    1. 14. März 2016 B.B.'s Bakery

      Liebe Bianca,
      normale Cupcakes sind mir meist viel zu süß und ich mag Buttercreme generell nicht besonders, deshalb kommen auf meine gebackenen Cupcakes immer leichtere Topping mit Joghurt oder Pudding. Die rohe Variante ist schon alleine auf Grund der Cashewkerne sehr reichhaltig, aber da nascht man ja auch mit gutem Gewissen ;-). Ganz besonders gefällt mir bei diesem Rezept, dass mal keine Datteln zum Einsatz kommen. Nur Kokos muss man halt lieben. 🙂 Ich bin schon jetzt gespannt, was Du zu den Cupcakes sagen wirst, sobald sie vor Dir stehen.
      Süße Grüße
      Brigitte

      1. 15. März 2016 Kirschbiene

        Huhu Brigitte,
        ich muss vielleicht vorweg schicken, dass ich eine abnormale Vorliebe für „richtiges“ Süß habe ;-). Als mein Mann von besagtem Cupcake in NY probierte, konnte er zum Beispiel nur die Augen verdrehen, weil das Topping so süß war, wie man es sich bei amerikanischen Cupcakes eben nur vorstellen kann *lach*. Das war jedoch alles bevor ich anfing, mich glutenfrei und ohne Industriezucker zu ernähren – ich denke, mein „Süß-Geschmack“ hat sich in der Zeit ein bisschen gewandelt.
        Ich mag aber dennoch alles Üppige, Cremige nach wie vor sehr gern – insofern sind Cashewkerne, Kokosöl und Kakaobutter nach wie vor „meine“ Zutaten :-).
        Liebe Grüße
        Bianca

  2. 14. März 2016 Jenni

    Hallo Brigitte!

    Das ist ein Cupcake-Rezept genau nach meinem Geschmack – mit den Zutaten, die ich selbst allesamt sehr gerne verwende. 🙂
    Bisher habe ich nicht ein Mal in meinem Leben Cupcakes gebacken, weil es mir mit ihnen ähnlich geht wie dir: Ich mag generell keine Sahne- oder Buttercremes (auch dann nicht, wenn sie aus Sojasahne bestehen) und finde die mit Industriezucker gesüßten stets zu zähneziehend.
    Aktuell wage ich auch meine ersten Schritte in Richtung Rohkostbäckerei und bin ganz angetan von der Idee, statt Torten auch Cupcakes zu backen. Danke für die tolle Inspiration und die wunderschönen Törtchen! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    1. 14. März 2016 B.B.'s Bakery

      Liebe Jenni,
      das freut mich sehr, dass Dir die Cupcakes so gut gefallen. Sie lassen sich auch in alle erdenklichen Richtungen abwandeln – wenn man erst mal Kakaobutter, Kokosöl und Co. im Haus hat, steht dem rohköstlichen „Backen“ auch nichts mehr im Wege und man kann eifrig experimentieren.
      Süße Grüße
      Brigitte

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