Mini-Zitronen-Tahini-Kuchen

Neues Jahr, neues Kuchenglück. Wie immer gibt es bei mir keine diätischen Vorsätze fürs neue Jahr, sondern jede Menge, die unter die Begriffe „Genießen“, „Experimentieren“ und „alles funktioniert in vegan“ fallen. Nachdem ich keine große Weihnachtsbäckerin bin, bin ich zugegebenermaßen ganz froh, dass die festliche Zeit vorbei ist. Zwar wird das winterliche Backen noch etliche Wochen ein Thema sein, aber ich kann es jetzt schon kaum erwarten, dass es wieder bunter und frischer wird. Mit dieser Sehnsucht im Hintergrund sind wohl auch diese zitronigen Küchlein entstanden, denen ich kräftiges grün-rotes Mäntelchen verpasst habe.

Zitronenkuchen gehört zu meinen liebsten, aber so simpel er auch klingen mag, die richtige Dosierung von Zitronensaft plus Treibmittel macht ihn zu einer kleinen Herausforderung. Ich habe im Lauf der Jahre viel ausprobiert und habe mit der Verwendung von Natron die besten Ergebnisse erzielt. Natron funktioniert erst in Kombination mit zusätzlicher Säure als Treib- und Lockerungsmittel und von der gibt es im Teig für Zitronenkuchen natürlich mehr als genug. Backpulver erhält hingegen bereits ein Säuerungsmittel und das hat zur Folge, dass es in Summe einfach zu viel des Guten werden kann und der Kuchen anfangs wunderbar aufgehen, dann aber schlagartig wieder zusammenfallen kann. Als Ergebnis gibt es dann keinen flaumigen Rührteig-Kuchen, sondern ein patziges Konstrukt (das manche Leute übrigens sehr gerne mögen und deshalb mit Absicht dafür sorgen, dass der Kuchen beim Backen zusammenfällt 🙂 ).

Und weil ich finde, dass Zitrone und helles Sesammus ganz vorzüglich harmonieren, habe ich sie hier und heute zusammengebracht. Genauso verhält es sich mit Zitrone, Matcha und Himbeeren und deshalb kommen diese drei Geschmäcker bei der Kuchendekoration ins Spiel, die man natürlich ganz nach Belieben auch variieren oder weglassen kann. Jetzt aber genug erzählt, es geht endlich los mit meiner ersten süßen Rezeptkreation im Jahr 2019. Ich wünsche Euch viel Freude damit.

 

Mini-Zitronen-Tahini-Kuchen

 

Vegane Mini-Zitronen-Tahini-Kuchen
(für rechteckige Kastenkuchen-Förmchen mit einer Länge von 10 cm, ergibt 6 Stück)

Zutaten

Für den Rührteig

  • 150 g Dinkelmehl (Type 700)
  • 40 g Mandelmehl, entölt (siehe HINWEIS unten)
  • 20 g Maisstärke
  • 75 g Birkenzucker, alternativ: feiner Rohrohrzucker
  • 1 gestrichener TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Zitronenschale, fein gerieben
  • 30 g Zitronensaft, frisch gepresst
  • 40 g weißes Tahin (Sesammus)
  • 170 g Wasser

Für die Dekoration

  • 35 g Staubzucker aus Birkenzucker, alternativ: aus Rohrohrzucker
  • 2-3 TL Zitronensaft, frisch gepresst
  • ¼ TL Matcha-Pulver (optional)
  • einige gefriergetrocknete Himbeeren (optional)

Mini-Zitronen-Tahini-Kuchen

 

Zubereitung

Mehle, Stärke, Zucker, Natron, Salz und Zitronenschale in einer Schüssel gut miteinander vermischen. Zitronensaft, Tahin und Wasser in einer separaten Schüssel gut verrühren. Diese Mischung anschließend zu den trockenen Zutaten geben und so lange verrühren bis sich alle Zutaten verbunden haben und ein homogener Teig entstanden ist. Diesen in die gefetteten Förmchen füllen und im vorgeheizten Backofen bei 175° C 22-24 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen, aus den Förmchen lösen und auf einem Kuchengitter komplett erkalten lassen.

Für den Zitronenguss Zucker mit Zitronensaft in einer kleinen Schüssel glatt rühren. Den Saft dabei vorsichtig zugeben, damit der Guss nicht zu flüssig wird. Diesen anschließend von der Mitte aus auf jedes Küchlein auftragen und verstreichen. Wer möchte, kann den angerührten Zuckerguss (oder einen Teil davon) mit gesiebtem Matchapulver grün einfärben und die glasierten Küchlein mit zerbröckelten getrockneten Himbeeren bestreuen.

Den Guss fest werden lassen und die Küchlein anschließend frisch genießen.

Mini-Zitronen-Tahini-Kuchen

 

  • HINWEIS: Mandelmehl ist nicht mit gemahlenen Mandeln gleichzusetzen, es entsteht vielmehr durch die mechanische Pressung von Mandeln. Bei diesem Vorgang bleibt ein entölter Presskuchen übrig, der anschließend vermahlen wird. Das Mehl ist glutenfrei und zeichnet sich durch hochwertiges Eiweiß und einen hohen Ballaststoffanteil aus.

 

Mit Zitronen lassen sich noch viele andere tolle Dinge anstellen. Diese hier zum Beispiel: Limetten-Kokos-Törtchen mit Zitronencreme und Beeren, Zitronen-Polenta-Kuchen mit Pistazien

 

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