Triple-Nuss-Bananenbrot

Mal ganz ehrlich: Wie viele verschiedene Mehle habt Ihr in Eurem Vorratsschrank stehen? Weizen- oder Dinkelmehl hat wohl wahrscheinlich jedeR zu Hause, die/der zumindest ab und zu einen Kuchen bäckt. Bei BrotliebhaberInnen findet sich bestimmt noch ein Päckchen Roggenmehl. Und Menschen mit Allergien oder Unverträglichkeiten werden mir an dieser Stelle Buchweizen, Hirse oder Reis benennen. Soweit so gut. Ich dachte bislang ja immer, ich hätte mich durch alle Mehlsorten gebacken und hätte mir vor noch wenigen Jahren jemand gesagt, dass mein Bestand einmal mehr als 15 (die unterschiedlichen Mahlgrade noch gar nicht mitgerechnet) umfassen wird, hätte ich sicherlich große Augen bekommen. Es ist unglaublich, wie sich das Angebot stetig erweitert und genau das ist wohl auch ein Grund, warum ich bis ans Ende meiner Tage immer wieder andere Kuchen aus meinem Ofen holen werde.

Meine neuen Mehl-Favoriten sind solche aus Ölsaaten und Nüssen, die durch deren mechanische Pressung entstehen. Bei diesem Vorgang bleibt ein entölter Presskuchen übrig, der anschließend vermahlen wird. Glutenfrei, hochwertiges Eiweiß, hoher Ballaststoffanteil und neue geschmackliche Akzente…, wenn das keine Pluspunkte sind?! Ob Brownies mit Kokosmehl, Haselnuss-Cookies mit Leinmehl, oder Kokos-Rauten mit Sesammehl – vieles habe ich mit diesen genialen Mehlen schon ausprobiert und heute ist das Erdnussmehl an der Reihe. Ich habe mich entschieden, es in einer Köstlichkeit zu verarbeiten, die inzwischen schon ein richtiger Klassiker ist, aber in meiner persönlichen Rezeptsammlung bisher noch gefehlt hat: Bananenbrot. Das meiner Träume zeichnet sich durch vollreife Früchte, aromatische Mehle, knackige Nüsse und dunkle Schokolade aus. Und hier ist es! Endlich! Glutenfrei, alternativ gesüßt und himmlisch lecker! Ein Gebäck, das einfach immer passt. Ich hoffe, Ihr seht das so wie ich und wünsche Euch viel Spaß beim Backen.

Triple-Nuss-Bananebrot

Veganes Triple-Nuss-Bananenbrot (für eine Kastenform mit einer Länge von 22 cm)

Zutaten

  • 80 g gemischte Nüsse: Erd-, Wal-, und Pekannüsse (ohne Schale)
  • 200 g Buchweizen
  • 100 g Haferflocken (glutenfrei)
  • 40 g Maisstärke
  • 50 g Erdnussmehl (ich habe dieses von BIO PLANÈTE  verwendet)
  • 3 leicht gehäufte TL Weinsteinbackpulver
  • 1 gestrichener TL Xanthan
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 3 sehr reife Bananen, gebraucht werden 200 g geschälte Früchte
  • 30 g Öl, geschmacksneutral
  • 80 g Ahornsirup, alternativ: Apfeldicksaft (wer es süßer mag, erhöht die Menge um 30-50 g)
  • 275 g Mandel- oder Sojamilch

Für die Dekoration

  • 40 g Zartbitterschokolade, gesüßt mit Kokosblütenzucker

Triple-Nuss-Bananebrot

Zubereitung

Die Nüsse mit einem großen Messer grob hacken.

Den Buchweizen im Mixer oder mit der Getreidemühle zu feinem Mehl vermalen. Mit den Haferflocken im Mixer ebenso verfahren. Anschließend die beiden Mehle mit Maisstärke, Erdnussmehl, Backpulver, Xanthan, Zimt und Salz in eine Schüssel geben und sehr gut miteinander vermischen.

Die Bananen schälen und in grobe Stücke brechen. Zusammen mit Öl, Sirup und Milch in einen Gefäß geben und mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse mixen. Diese zu den trockenen Zutaten geben und gut miteinander verrühren bis ein homogener Teig entstanden ist.
Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und glatt streichen. Anschließend die gehackten Nüsse gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen und leicht eindrücken. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad 40-45 Minuten backen, bis das Bananenbrot eine goldbraune Farbe hat (Stäbchenprobe nicht vergessen).
In der Form kurz abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und auf einem Kuchengitter komplett erkalten lassen.

Die Schokolade in einer kleinen Schüssel über dem heißen Wasserband vorsichtig schmelzen lassen. Mit Hilfe eines kleinen Löffels oder einer Spitztüte auf den erkalteten Kuchen drizzeln.
Schokolade fest werden lassen. Dann anschneiden und servieren.

 

Triple-Nuss-Bananebrot

 

  • TIPP: Mit Erdnussmus und Bananenscheiben verwandelt Ihr das Bananenbrot in eine absolute Deluxe-Version. 🙂

 

Du liebst es, mit Bananen zu backen? Dann werden Dir sicherlich auch diese Rezepte gefallen: Creamy Caramel Banana Bread Pie, Zucchini-Bananen-Würfel mit cremiger Ganache

10 Kommentare

  1. 9. Januar 2018 Elke

    Ich liebe Bananenbrot!!! Mit Buchweizen habe ich das noch nie probiert, wird direkt ausprobiert am WE 🙂 Es sieht auf jeden Fall total lecker aus. VlG, Elke

    1. 9. Januar 2018 B.B.'s Bakery

      Vielen herzlichen Dank, liebe Elke – das freut mich sehr! Ich mag das nussige Aroma von Buchwezizen sehr gerne. Viel Spaß beim Backen und gutes Gelingen!
      Süße Grüße
      Brigitte

  2. 13. Januar 2018 Jenni

    Liebe Brigitte,

    ich habe manchmal auch bis zu 6 Mehlsorten bei mir herumstehen – das Problem an der Sache ist dann nur, dass ich meistens mit Dinkelvollkornmehl arbeite und alles andere dann unangetastet Ewigkeiten in der Ecke herumsteht… 😀
    Außer Kastanienmehl – das liebe ich sehr!
    Leider bekomme ich es noch nicht unverpackt, sodass ich es sehr selten kaufe. Hoffentlich ändert sich das bald!
    Mit Kokosmehl habe ich auch schon experimentiert, aber mir persönlich tut das gar nicht gut – mir wird regelmäßig schlecht davon. Ich weiß nicht so genau, woran das liegen mag.

    Wie auch immer – dein Bananenbrot schaut klasse aus und die Idee mit dem Erdnussmehl mag ich auch sehr. Die beiden sind eine wunderbare Kombination (Erdnussbutter mit Bananenscheiben und so 😉 )!

    Liebe Grüße an dich!
    Jenni

    1. 13. Januar 2018 B.B.'s Bakery

      Liebe Jenni,
      vielen herzlichen Dank für Deinen schönen Kommentar. Ich freue mich sehr, dass Dir mein Bananenbrot gefällt.
      Wenn ich nicht so viel backen würde, dann wäre das mit den vielen Mehlsorten tatsächlich auch ein Problem – aber irgendwie kommen die dann schon weg. 😉 Viele Mehle besitze ich ohnehin noch in ungemahlener Form, d.h. als ganzes Korn und mit Getreidemühle (oder Mixer) wird daraus in Sekundenschnelle verwertbares Mehl. Die Spezialmehle, wie Erdnuss- oder Kürbiskernmehl kann man ja leider nicht selbst herstellen.
      Schade, dass Du Kokosmehl gar nicht verträgst – mir ist schon aufgefallen, dass manches Gebäck damit sehr strohig schmeckt und ich mich danach manchmal auch „angepampft“ fühle. Also auf jeden Fall mischen.
      Süße Grüße
      Brigitte

    1. 14. Januar 2018 B.B.'s Bakery

      Danke Dir vielmals, liebe Krisi! Freut mich total, dass Dir mein Bananenbrot so gut gefällt.
      Süße Grüße
      Brigitte

  3. 20. Januar 2018 Kirschbiene

    Huhu Brigitte,
    ich habe diesen Traum von einem Bananenbrot ja schon auf Instagram bewundert :-). Die Zutatenliste liest sich phänomenal und hätte ich jetzt Erdnussmehl da, ich würde sofort in die Küche marschieren!
    Mir geht’s übrigens genauso wie dir – vor wenigen Jahren noch war Dinkelmehl das exotischste Mehl in meiner Küche ;-). Heute reihen sich Kastanienmehl, Braunhirsemehl, Reismehl und einige weiter in der Speisekammer aneinander. Tja, und nun muss ich lesen, dass es tatsächlich Mehlsorten gibt, die ich noch nicht kenne – Erdnussmehl ist mir völlig neu. Das geht ja gar nicht :-)! Schließlich liebe ich Erdnüsse in jeglicher Form. Also muss ich wohl demnächst mal losziehen und dieses Mehl auftreiben. Ach ja, wie lange hält sich das gebackene Bananenbrot denn?
    Liebe Grüße
    Bianca

    1. 20. Januar 2018 B.B.'s Bakery

      Huhu liebe Bianca,
      das freut mich natürlich riesig, dass ich Dich mit meinem Bananenbrot so einfangen kann, hihi. Irgendwie ging das rasend schnell mit den „neuen“ Mehlen – plötzlich waren Sesam-, Kürbiskern-, Sonnenblumenkern-, Erdnuss-, Walnuss- und Haselnussmehl auf dem Markt und ich komme gar nicht mehr hinterher, alle auszuprobieren. Sie verhalten sich beim Backen natürlich anders als gemahlene Nüsse bzw. Saaten und so bedarf es wieder etlicher Tests (könnte mir wirklich Schlimmeres vorstellen *grins*). Diese Woche bin ich auch drauf gekommen, dass sich diese Mehle ganz toll als Grundlage für Füllungen (z.B. für Nussschnecken etc.) eignen, weil sie eine ganz feine Textur haben und auch im Müsli macht sich z.B. Haselnussmehl super (super viel Eiweiß, aber weniger Fett als die Nüsse). Ich hoffe also, dass Du bald Erdnussmehl (oder eine andere Variante) findest und direkt loslegen kannst. Was die Haltbarkeit betrifft, so weißt Du ja selbst, wie das mit glutenfreiem Gebäck ist…; ich habe das letzte Stück Bananenbrot zwei Tage nach dem Backtag gegessen und es war noch sehr gut. Mein Bananenbrot ist aber nicht so eine super saftige (um nicht zu sagen nasse) Version, wie man sie ja häufig sieht, von daher schmeckt es frisch natürlich am besten.
      Süße Grüße
      Brigitte

  4. 22. Mai 2018 Elke

    Hallo Brigitte,

    ich wollte noch einmal eine Rückmeldung zu meinem Kommentar gleich am Anfang geben 🙂 Ich habe schon mehrfach dieses superleckere Bananenbrot gebacken. Ich schneide es nach dem Abkühlen in dickere Scheiben und friere sie dann mit Backpapier getrennt ein. Klappt wunderbar und schmeckt nach dem Auftauen wie frisch gebacken 🙂 VlG, Elke

    1. 22. Mai 2018 B.B.'s Bakery

      Liebe Elke,

      so schön, dass Du Dich nochmals mit so einem tollen Feedback meldest. Ich danke Dir sehr und freue mich total, dass Dir das Bananenbrot vorzüglich schmeckt und Du es schon mehrfach gebacken hast. Das mit dem Einfrieren ist eine super Idee, das habe ich tatsächlich noch nie gemacht und muss ich unbedingt auch mal machen.
      Süße Grüße
      Brigitte

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