Kiwi-Kokos-Törtchen ohne Backen

von | 30. Jan 2016 | Backgeflüster | 6 Kommentare

Es gab doch tatsächlich immer mal wieder Zeiten in meinem Leben, in denen ich keinen Backofen hatte. Gefallen hat mir das nie und ich habe irgendwie immer was vermisst. Allerdings macht Not auch erfinderisch und so kompensierte ich das Defizit mit der Herstellung von Köstlichkeiten aus der Pfanne, Cremes und Mousses oder Eis. Hätte ich damals schon all‘ die Rezepte aus der Riege der süßen Gourmet-Rohkost gekannt, wäre mein Repertoire noch um ein ganzes Stück reicher gewesen. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich tatsächlich das erste rohe Törtchen vernascht habe, aber sehr wohl, dass ich diese Art von „Gebäck“ sehr lange für nicht erreichbare Zauberei hielt. Bis heute faszinieren mich so manche rohen Kreationen – vor allem, wenn es sich um mehrstöckige und mit Tuffs ausdekorierten Gebilde handelt. Diese haben nicht nur den Vorteil, dass sie ohne Backofen funktionieren, sondern stecken auch voller Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme, die bei dieser Art der Zubereitung allesamt erhalten bleiben. Inzwischen ist also bei mir nicht nur der Backofen ein Muss, sondern auch leistungsstarke Mixgeräte, die es locker mit Trockenfrüchten und Nüssen aufnehmen.
Da ich darauf achte, meinen Rohkostanteil möglichst hoch zu halten, mich aber nicht komplett roh-vegan ernähre, ist es kein Problem für mich, rohe und erhitzte Komponenten miteinander zu verbinden. So entstanden diese feinen Törtchen mit einem Boden aus getrockneten Marillen, Mandeln und Kokos und einem Topping, das durch Cashewkerne, Kokosmilch und Kakaobutter so richtig cremig, aber trotzdem spritzfähig ist. Und zu guter Letzt bringt die Kiwi noch frisch-fruchtigen Schwung ins Spiel. Da bleibt mir nur zu sagen: so putzig und so lecker!

 

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Kiwi-Kokos-Törtchen ohne Backen, ergibt 7 Stück mit einem Durchmesser von  5,5 cm

Zutaten

Für die Böden

  • 80 g Marillen bzw. Aprikosen, getrocknet und weich
  • 60 g Mandeln
  • 40 g Kokosraspel
  • ¼ TL Vanille, gemahlen
  • 1 TL Orangenschale, gerieben
  • 1 Prise Salz

Für die Kokos-Creme

  • 50 g Cashewkerne
  • 200 ml Kokosmilch
  • 1 EL Zitronensaft
  • 25 g Reissirup
  • ¼ TL Agar-Agar
  • ¼ TL Vanille, gemahlen
  • 25 g Kakaobutter

Für die Soße

  • 1 große Kiwi
  • 2-3 TL Reis-Streusüße

 

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Zubereitung

Vorab: Die Cashewkerne für die Kokos-Creme mindestens 4 Stunden in Wasser einweichen.

Für die Böden
Marillen mit Mandeln, Kokosraspeln, Vanille, Orangenschale und Salz in einen Mixer geben und zu einer glatten Masse mixen. Kleine Tartelettes-Förmchen mit Frischhaltefolie auslegen und den Teig gleichmäßig hineindrücken. Anschließend kalt stellen.

Für die Kokos-Creme
Cashewkerne abgießen und mit Kokosmilch, Zitronensaft, Reissirup, Vanille im Mixer fein pürieren. Anschließend mit Agar-Agar in einem kleinen Topf glatt rühren, unter Rühren erhitzen und 1-2 Minuten köcheln lassen. Dabei stetig rühren. Die Kakaobutter in einer kleinen Schüssel über einem heißen Wasserbad schmelzen lassen. Anschließend unter die noch heiße Kokos-Creme mischen. Diese 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen bis sie ganz fest ist.

Für die Soße
Kiwi schälen, in Stücke schneiden und zusammen mit der Streusüße (Menge je nach Süße der Früchte) fein pürieren. Wen die Kerne stören, kann die Soße anschließend noch durch ein Sieb passieren. Bis zur Verwendung kalt stellen.

Die Kokoscreme in einen Spritzbeutel füllen und gleichmäßig auf die Böden spritzen. Mit Soße garnieren und umgehend servieren.

zuckerfrei, glutenfrei

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6 Kommentare

  1. Huhu Brigitte,
    Kommentar meines Mannes heute zu diesen Törtchen: „Davon kannst du nächstes Mal ruhig eine größere Menge machen.“ Muss ich dann wohl machen ;-). Köstlich waren sie und ich möchte mich für das schöne Rezept bedanken. Da ich keine getrockneten Aprikosen hier hatte, habe ich den Boden mit getrockneten Datteln zubereitet, was wunderbar funktioniert hat. Der süße Boden und die eher mäßig süße Creme haben toll harmoniert. Lecker!
    Liebe Grüße
    Bianca

    Antworten
    • Liebe Bianca,
      hihi, kaum ist das Rezept online, hast Du es schon nachgemacht – wie genial! Und umgekehrt war das mit Deinen Rezepten jetzt auch schon öfters so. Ich finde diesen Austausch echt klasse (wenn man schon nicht live vorbeikommen kann ;-). Und es freut mich natürlich, dass die Törtchen auch Euch so gut geschmeckt haben. Mit Datteln habe ich sie noch gar nicht ausprobiert – danke für die Variation und den Tipp.
      Süße Grüße
      Brigitte

      Antworten
      • Huhu Brigitte,
        ich sehe es auch so – wenn wir uns schon nicht persönlich zu einem spontanen Kaffeklatsch verabreden können, dann „müssen“ wir doch wenigstens gegenseitig unsere Rezepte nachbacken ;-). Ich habe mich jedenfalls bisher immer riesig gefreut, wenn ich von dir so liebes Feedback zu meinen Rezepten bekam. Und ich werde auf jeden Fall auch künftig regelmäßig in deinen schönen Rezepten schmökern, damit mir auch ja nichts entgeht ;-).
        Liebe Grüße
        Bianca

        Antworten
        • Geht mir ganz genauso, liebe Bianca. Mein Herz hüpft richtig, wenn ich sehe, dass Du wieder gekocht oder gebacken hast. Und dann gibt es da ja auch noch so viele „alte“ Rezepte. 🙂
          Süße Grüße
          Brigitte

          Antworten
  2. Hi Brigitte, was für ein köstliches Rezept. Habe dich eben über einen anderen Blog gefunden und werde mich hier mal umschauen. Grüße aus Deutschland Janine

    Antworten
    • Liebe Janine,
      oh, das freut mich sehr, vielen Dank. Und wie schön, dass man sich so gegenseitig findet, bin gleich auch zu Deinem Blog gehüpft und bin ganz begeistert.
      Süße Grüße
      Brigitte

      Antworten

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